Du bist bald frei

War pünktlich um 14 Uhr in der Klinik und die Ärztin sagte mir eigentlich nur das was sie mir am Telefon sagte. Mama verweigert Behandlungen, sie will nicht mehr, was machen wir jetzt. Die Optionen waren – Intensivstation bleiben, Normalstation oder Hospiz. Sie sagte aber auch, das es mit dem Hospiz Stunden, oder Tage dauern kann bis sie einen Platz hätten bzw wäre der Transport unnötiger Stress. Ich sagte, das es auf der Intensiv doch am besten wäre. Dort hätte sie die maximale Versorgung und die Ärztin stimme mir zu.

Ich durfte dann auch schon zu Mama, lange vor der Besuchszeit. Sie schlief und ich ließ sie schlafen. Nach einer Weile wurde sie wach. Sie erkannte mich sofort und es dauerte nicht lange da sagte sie mir: „Ich kann nicht mehr“

Sie hatte ihre Stimme wieder und ihre Augen sprachen Bände. Ich weiß, sagte ich und es ist ok. Sie entschuldigte sich und ich sagte wieder mit Tränen in den Augen, das es ok ist, das es gut ist. Sie muss sich nicht entschuldigen, sagte ich ihr und das ich das verstehe.

Sie wiederholte es einige Male. Wir sprachen auch über andere Dinge dann. Sie möchte ins Feuer, sie hat uns sehr lieb und noch ein paar andere liebe Dinge die ich für mich behalte. Die Krankenschwestern waren sehr fürsorglich und haben uns allen Raum gegeben. Um halb 6 kam meine Sis. Ich war im Vorraum der Intensivstation, da ein anderer Patient ein Arztgespräch hatte und ich draussen warten sollte. In der Zeit kam meine Sis und ich versuchte erst locker ein anderes Thema anzuschneiden. Ich erzählte ihr von dem Patient der immer versucht hat aufzustehen und dann immer hingeknallt ist. Die Schwestern waren nicht sehr erfreut darüber und drohten ihm mit einer Fixierung. Dann ging auch schon die Tür auf und ich bzw wir durften wieder rein.

Kaum waren wir an Mamas Bett fing meine Sis bitterlich an zu weinen. Mama sagte wieder, es täte ihr so leid, meine Sis solle nicht weinen, aber sie (Mama) kann nicht mehr.

Es kamen dann ein Arzt und eine Schwester und meinten, Mama würde gleich in ein anderes Zimmer gebracht werden. Die Nasensonde bekommt sie gezogen und sie bekommt ein „starkes Schmerzmittel“ damit sie keine Angst hat und besser atmen kann. Ich dachte gleich an – warum sagen die nicht Morphium. Denn das war das „starke Schmerzmittel“. Gegen 18 Uhr wurde sie dann in ein anderen Raum geschoben. Ein Ein-Bett-Zimmer. Die Nasensonde hat die Schwester dann auch gleich entfernt, das war nochmal sehr unangehmen, aber ging schnell. Dann verschwand die Schwester wieder und meine Sis und ich saßen an Mamas Bett, jeder auf einer Seite, und streichelten sie bzw hielten ihre Hand. Gegen halb 7 kam dann die Schwester wieder und hatte das Morphin in der Hand. Sie klemmte die große Spritze in einen Perfusor und stellte ihn auf 2mg/h .

Mama sagte – endlich, ihr ging es nicht schnell genug. Sie wollte nicht noch länger Zeit „verschwenden“, sie wollte endlich gehen dürfen. Sie erzählte noch ein paar Dinge und wurde dann schläfrig. Zwischendurch, als sie immer mal wieder aufwachte, wollte sie Tee. Ich gab ihr den Pfefferminztee schlückchenweise, damit der Hals befeuchtet ist aber sie sich nicht verschluckt. Dann schlief sie ein. Wachte wieder auf, wollte Tee, schlief wieder ein. Das Morphin wirkt.

Die Schwestern sagten zu uns, wir könnte bleiben so lange wir wollen. Wir waren dann aber „nur“ bis halb 9 etwa da, dann sind wir gegangen. Ich wollte nicht gehen, aber ich irgendwie wollte ich auch nicht bleiben. Mama drückte unsere Hand immer wieder. Wachte kurz auf, aber ihr Blick war schon sehr weit draussen. Das Morphin wirkt. Kurz bevor wir gegangen sind wachte Mama nochmal wieder auf und wollte diesmal Wasser. Ich gab ihr einen Schluck, dann noch einen und sie sagte:“Das tat gut“.

Schweren Herzens sind wir dann gegangen. Haben uns vorher nochmal verabschiedet, küssten uns und sie winkte. Es bricht mir das Herz. Sehe ich sie in dem Moment doch zum letzten Mal…

Die Schwestern fragetn ob ich angerufen werden möchte und ich sage. „ja auf jeden Fall“, sie fragen auch Nachts?, egal zu welcher Zeit?, und ich sagte wieder: „Ja bitte rufen sie mich sofort an“.

Um halb 10 waren meine Sis und ich bei mir zu Hause. Sie blieb noch kurz und ist dann gefahren. Ich warte nun die ganze Nacht darauf dass das Telefon klingelt und sie sagen, das Mama es geschafft hat. Ich habe mir einen MariaCron gekauft und trinke ein Glas auf sie. Ich warte nun quälende Stunden darauf, dass das Handy klingelt. Das es vorbei ist, das Mama endlich frei ist.

Wir haben jetzt halb 11 gleich. Es kann noch Stunden dauern. Ich hoffe so sehr für Mama das sie nichts mitbekommt. Das war ihr größter Wunsch.

Mama schlaf gut, wir sehen uns wieder. Du bist frei und musst dich nicht mehr quälen.

Mama ich liebe dich! ♥

 

Was soll ich da sagen

Meine Sis kam gegen 14 Uhr und ichließ sie erstmal ankommen und ihre Hausaufgaben erledigen. Gegen 15 Uhr habe ich es aber angesprochen. Ich sagte das mich eine Ärztin angerufen hat und gesagt hat das Mamas Werte sich weiter verschlechtern, das sie Behandlungen ablehnt und das sie eventuell einen Luftröhrenschnitt bekommt um kpnstlich beatmet zu werden und wohin die Reise nun gehen soll..also Richtung palliativ..

Meine Sis und ich waren sehr angespannt, sprachen auf er Fahrt hin in die Klinik kaum ein Wort. Ich war sehr aufgeregt wie wir Mama heute vorfinden würden, mein Herz schlug mir bis zum Hals.

Die Tür ging auf und mit weichen Knien gingen wir in ihr Zimmer. Und was war?

Sie saß auf einem Stuhl! 2 Schwestern um sich rum und versuchten ob sie Wasser trinken könnte, da es immer noch schlecht mit dem Schlucken ist. Natürlich freute mich der Anblick, war aber besorgt das Mama dazu gezwungen wurde. Ich sagte zu Mama: „Hey du sitzt ja auf dem Stuhl“ und sie lächelte und hielt den Daumen nach oben. Ich fragte sie dann ob sie das gut findet und sie nickte. Welche Behandlung lehnt sie denn jetzt genau ab?, fragte ich mich. Die Schwestern hatten eine Menge Fragen. Sie wollten wissen wie es zu Hause war, ob sie da trinken konnte und ich sagte darauf, dass sie sogar ganz normal gegessen hatte und getrunken und selbstständig auch auf den T-Stuhl konnte. Erstaunte Gesichter seitens der Schwestern.

Nach einer Stunde konnte Mama nicht mehr sitzten, war halt anstrengen und auch auf Dauer dann unbequem. Das zurücklegen ins Bett ist gut gelaufen. Mama hat das gut mitgemacht und es war halt anstrengend – klar – aber sie war zufrieden. Weniger toll fand sie das Husten bzw das Absaugen vom Schleim. Da wir ein dünner Schlauch durch die Nase geschoben bis runter an den Hals. Sie sagte aufeinmal mit Stimme – Hör auf! aber die Schwester musste das ja machen. Wir streichelten sie und sagten immer wieder, das es gleich vorbei ist. Den Mund hat sie sich dann ohne widerstand reinigen lassen, das war ok für sie. Also..welche Behandlung lehtn sie denn ab??

Der Assistenzarzt kam hinzu und meinte, ich wollte ja mit ihm reden. Ich weiß darüber zwar nichts, aber besser so. Ich sagte ihm das ich angerufen wurde und er war ganz erstaunt darüber und wollte wissen wann und wer mich angerufen hat. Er wusste aber augenscheinlich bescheid über den Inhalt des Gesprächs, denn ich habe nicht viel gesagt, er hat aber gemeint das dem so gar nicht wäre. Ihre Werte sind gut, es gäbe keinen Anlass zu einer Tracheostoma. Klar kann immer ein Notfall eintreten, aber jetzt im Moment sähe es halt nicht so aus. Dennoch sollte ich ein Gespräch mit dem Oberarzt führen was gemacht werden soll aktuell, im Notfall, wohin die Reise geht. Er vermittelte mir aber auch das es noch Möglichkeiten gäbe. Ich habe morgen um 14 Uhr nun einen Termin mit der Oberärztin und dann sprechen wir über Mama. Ich hoffe nur, das es nicht die Oberärztin war die mich angerufen hat…

Mama hat dann auch wieder versucht was zu sagen. Wir haben dann herausgefunden das sie: „Schönen Geburtstag“ sagte. Sie hat offenbar kein Zeitgefühl, denn als meine Sis und ich ihr sagten das der Geburtstag von Sis erst in 8 Tagen sei. Bis dahin kann noch viel passieren. Mama war sehr erstaunt und ich glaube auch ein bisschen froh darüber. Es tut ihr doch so wahnsinnig leid dass das alles um den Geburtstag meiner Schwester passiert. Sie wollte uns noch etwas sagen, wir sind aber nicht dahinter gekommen.

Das erste Wort war „Kollege“. Zwar nicht Kollege, aber als ich das Wort nannte reagierte sie mit Gesten nach dem Motto – ok kann man auch so sagen. Dann noch Krankenhaus.

Mehr haben wir nicht herausgefunden. Es hat nichts mit den Ärzten zu tun, nichts mit den Schwestern, nicht das sie nach Hause will (möchte sie zwar aber das wollte sie nicht sagen), oder ob sie palliativ liegt, egal was wir sagten, wir haben es nicht herausgefunden. Auch hat sie sich manchmal an den Kopf gefasst, dann auch an die Nasenbrille oder an den Ernährungsschlauch. Aber wir konnte es eben nicht herausfinden. Morgen habe ich mein Tablet dabei und auch einen Stift und Zettel packe ich ein. Vielleicht kommen wir so weiter.

Es war so schön zu sehen das Mama sich weiter ins Leben zurück kämpft. Wir haben aber auch im Hinterkopf das jederzeit ein Anruf kommen kann, oder das sie intubiert etc ist wenn wir sie das nächste mal sehen. Die Angst um sie ist immer da.

Auf jeden Fall war der Anruf von heute Mittag echt unnötig. Hat uns nur unnötig dunkle Gedanken verursacht, die sowieso auf uns zukommen. Aber was sollte das…

Mama wir lieben dich ♥

 

Zwischen Sorge und Freude

In der Pflegedokumentation stand heute drin, das sie sehr passiv sein, aber alles versteht und darauf reagieren kann, aber auch das ihre Sauerstoffsättigung schlecht ist. Sie ist tendenziell immer nach unten und es war ein Wert von 75 eingetragen. Das ist zu wenig. Auch als wir da waren war der Sauerstoffwert immer so um 85 gependelt. Für einen COPD Patienten eigentlich ein guter Wert, aber sie atmet dann sehr schwer und die Sättigung fällt weiter ab. Sie war am Beatmungsgerät und hat geschlafen.

Nach einer halben Stunde etwa ist sie aufgewacht und nach ein paar weiteren Minuten hat sie sich sichtlich gefreut das wir da waren. Sie wollte die Maske unbedingt abhaben, der Grund war erst nicht so ersichtlich. Sie wollte mit uns reden, das haben wir dann herausgefunden. Die Schwester hat Blut abgenommen und kam kurze Zeit später wieder. Die Maske kann nicht ab, der Co2 Wert ist eigentlich gar nicht mal so schlecht, aber eben die Sättigung. Mama war dann sichtlich genervt.

Wir kamen dann auf die Idee, sie könne es ja aufschreiben. Die Schwester brachte einen Stift und ein Klemmbrett und Mama versuchte zu schreiben. Ausser ein paar Striche hat das aber nicht hingehauen. Ich habe dann jeden Buchstaben aufgesagt und sie nickte dann bei dem richtigen Buchstaben. Der erste ein K, dann der zweit ein O. Sie fasste sich an den Kopf und ich schnallte sofort dass das Wort Kopf sein soll, sie nickte. Gleich danach fragte ich ob sie Kopfschmerzen hat. Ja das ist es! Auch die Maske drückte ein wenig zu sehr. Auch das konnten wir beheben, konnten die Maske etwas lockern. Gegen die Kopfschmerzen hat Mama ein Schmerzmittel bekommen. Sie zeigte an welche Stärke die Ibuprofen haben, die sie immer nimmt. Die Schwester gab ihr 600erter, die haben schnell gewirkt, gab ja schließlich intravenös – flüssig.

Dann nach einigem Hin und Her kommunizierte sie auch das sie 5 Bananen gegessen hatte. Was dabei rauskam war, das wir ihr ja gestern tröpfchenweise ihr Bananensaft in den Mund geträufelt haben, das hat ihr gefallen. Gegen die Mundtrockenheite heute, bekam sie wieder so ein Spray in den Mund. Das half gut und Mama war erstmal zufrieden.

Auch sonst wurde sie im Verlauf unseres Besuchs sehr aktiv. Sie lächelte oft und bewegte sich viel. Auch ging die Sättigung hoch auf 92, 93. Gegen Ende unseres Besuchs wurde sie müde. Wir sagten ihr das wir sie lieb haben und sie formte ihre Lippen auch zu einem – ich euch auch. Meine Sis hat den Besuch heute als sehr positiv gewertet. Ich sagte zuvor noch, das Mama ja schwer raus kommt aus dem ganzen, die Schwester meinte aber das Mama riesen Schritte macht. Da hat sie aber Recht. Den Stift halten hätte Mama gestern nicht geschafft. Nur die Kopplung von Bewusststein zum Körper stimmt halt gar nicht.

Geistig scheint sie völlig da zu sein. Sie weiß wo sie ist, sie versteht vollkommen was man ihr sagt und kann auch darauf reagieren, aber der Körper macht gar nichts mit. Auch sprechen geht nicht. Sie bekommt keinen Ton raus. Das macht mir alles halt schon Sorgen. Ich bin jeden Tag mega aufgeregt wenn wer zu ihr fahren. Was erwartet uns? Im Moment sieht es so aus als ob es mit jedem Tag besser wird. Ich hoffe das bleibt so und sie kommt wirklich wieder auf die Beine. Heute hatte ich trotz der guten Dinge die passiert sind, ein mulmiges Gefühl. Mal sehen wie es ihr morgen geht.

Mama ich hab dich lieb ♥

Langsam

Sie ist heute den 3. Tag aus dem künstlichen Koma raus. Sie ist aber immer noch sehr weggetreten und schwach. Ihre Stimme kommt langsam wieder, leise, mehr ein krächzen, aber die Stimme kommt.

Ihr Augen konnte sie heute auch schon etwas weiter öffnen. Sie hat Hunger. Sie wollte unbedingt eine Banane, aber die Krankenschwester konnte ihr keine geben, es ist immer noch nicht sicher ob sie schlucken kann. Wir konnten ihr aber etwas von der Trinknahrung in eine Spritze aufziehen und ihr es tröpfchenweise in den Mund geben, damit sie wenigstens Bananengeschmack hatte. Sie wollte aber nicht einsehen das sie keine Banane bekommt, oder sie nicht schlucken kann. Sie bestand darauf das es geht. Sie hat eine Nasensonde um ihr Nährstoffe zuzuführen, aber sie hatte eben Hunger und wollte essen.

Das tat mir wieder so leid. Der Geist in ihr scheint hellwach, aber der Körper ist sehr schwach. Selbst das Husten fällt ihr schwer und wir haben alle Bedenken das sie richtig abhustet buw wenn sie etwas Auswurf hochhustet, diesen auch schlucken kann. Denn auspucken klappt gar nicht.

Der Blutdruck war heute extrem am schwanken. Als wir kamen war er so um 135/x bis 145/x, als sie schlief ging er runter auf 115/x. Sie bekam ein Abführzäpfchen und als das Anfing zu wirken und sie sich wehrte und es dann doch aber zuließ ging der Blutdruck manchmal hoch auch 170/x. Sie war stellenweise sichtlich genervt. Zu einem weil wir oft nicht gleich verstanden haben was sie sagt, zum anderen natürlich die Situation. Sie wollte auf den T-Stuhl, ging ja nicht. Sie verneinte immer dass das Zäpfchen gewirkt hatte, aber es war dann doch eine Menge Stuhl abgegangen. Es ist halt alles blöd und unangenehm und sie ist so völlig unselbstständig.

Es gab aber auch ein paar schöne Momente. Als wir kamen versuchte sie zu lächeln. Sie hat also wieder stark auf meine Sis und mich reagiert, sich gefreut das wir da sind. Auch bei manchen Dingen die wir erzählten, zog sie die Mundwinkel hoch und lächelte. Die Augen immer auf Halbmast und in alle Richtungen verdreht. Aber sie gibt sich Mühe und kämpft. Das war so schön anzusehen. Sie gibt nicht auf, auch wenn sie manche Dinge verweigert, genervt ist und sie ungeduldig ist wie lange das alles dauert.

Als meine Sis so um 15 Uhr gehen musste, versuchte sie sogar zu winken, bekam ihren Arm aber kaum hoch. Um halb 4 etwa machte die Schwester die Mama sauber vom Abführen. Danach schlief Mama ein und ließ sich auch kaum wecken. Das sie eine Inhalationsmaske aufbekam hat sie nicht mitbekommen, auch nicht das absetzten dieser. Auch als danach das Beatmungsgerät aufgesetzt wurde, bekam sie nicht mit.

Ich blieb die ganze Zeit bei ihr und wartete das sie aufwacht, damit ich mich verabschieden konnte für heute. Um halb 5 schlief sie immer noch tief und fest und ich bin dann gegangen. Natürlich habe ich ihr trotzdem gesagt, das ich nun gehe. Ich habe ein blödes Gefühl dabei. Sie wacht auf und ich bin nicht mehr da. Das macht sie bestimmt traurig und ich möchte nicht das sie denkt, das ich sie alleine lasse. Ich weiß nicht in wie weit ihr Bewusstsein wirklich da ist, oder ob sie alles noch wie in einem Traum erlebt.

Jeden Tag sind es ganz kleine Minischritte. Aber es sind Schritte ins Bewusstsein, zurück zu uns, zurück ins Leben.  Sie scheint aber auf jeden Fall alles zu verstehen und kann auf Fragen ob ihr z.B kalt ist mit Nicken/Kopfschütteln antworten. Ich hoffe morgen ist ihre Stimme wieder ein bisschen mehr da und sie ist wieder ein bisschen wacher. Ich weiß, ich muss auch geduldig sein. Ich bin geduldig, aber ich will Mama nicht so leiden sehen. Das ist das Schlimmste für mich und ich wünschte ich könnte ihr das alles abnehmen.

Wir lieben dich Mama ♥

Besser?, oder nicht…

Ich habe mich gestern und heute richtig schlecht gefühlt. Mein Bauchgefühl war den ganzen Tag heute richtig schlimm. Als wir dann bei Mama waren, war bzw ist sie immer noch sehr schläfrig und bekommt die Augen kaum auf. Die Krankenschwester erzählte auch, das sie in der Nacht bzw am morgen alles verweigert hat. Trinken, Nahrung, Medikamente. Es wäre die Ärztin da gewesen und danach hätte Mama wenigstens etwas getrunken.

Als meine Sis und ich bei ihr waren wollte Mama unbedingt etwas trinken und sie hat Hunger. Die Schwester kam mit Trinknahrung und Mama saugte gierig daran, ein bisschen zu gierig. Die Schwester hatte den Eindruck das sie nicht richtig schlucken kann. Den Eindruck hatten wir auch. Mama verlangte aber sehr danach, aber wir ließen es dann lieber wieder. Wenn sie nicht richtig schlucken kann, kann es zu kommen, das unbemerkt Flüssigkeit in die Lunge läuft und es daraufhin wieder zu einer Lungenetzündung führt.

Auf die Frage hin ob sie den Schlucken könne nickte Mama eifrig. Nun steht die Frage im Raum ob sie eine Magensonde bekommt, denn die Ernährung über eine Nasensonde zieht sie immer wieder raus. Es ist halt eine echt scheiß Situation….

Der Schwester ist aufgefallen das Mama stark reagiert wenn ich da bin. Sie ließe dann viel mehr zu, als wenn ich nicht da bin.

Sie hat das Gefühl besser atmen zu können, aber nur solange sie ihre Maske aufhat (Beatmungsgerät). Das letzte Ereignis hat ein richtiges Trauma ausgelöst. Es war auch so schlimm, es tut mir so leid. Sie war insgesamt nicht so verheerend drauf wie gestern, aber es könnte natürlich besser sein. Ich weiß nicht was ich denken soll, wie ich das einschätzen soll. Ich habe Angst. Angst vor dem was mit ihr passiert, Angst vor dem was kommen kann, Angst um Mama.

Ich wünsche mir einfach nur das es morgen wieder ein bisschen besser wird. Vielleicht sogar so gut, das sie ihre Augen aufmachen kann und vielleicht auch ein paar Worte sagen kann. Sie hat heute nur wieder mit Nicken und Kopfschütteln kommuniziert. Es ist fast so, als wäre ihr Geist in ihr Hellwach, aber der Körper halt wie im Schlaf. Wie in einem Wachkoma. Der Körper kann nichts aber der Geist ist laut und schreit und ist da und kann sich nicht bemerkbar machen.

Ein richtig schöner Moment war der als ich ihr sagte das 2 Päckchen gekommen sind. Da hat sie die Augenbrauen voll hochgezogen und ich konnte förmlich ein. „ach ja cool“ sehen. Da hat sie richtig stark reagiert. Ich wünsche mir es gehr weiter bergauf mit ihr, vorallem mental. Ich möchte unbedingt, ich muss mit ihr reden, sie mit mir. Dinge klären und alles aufarbeiten…

Mama wir sind bei dir und wir lieben dich ♥

Hilflos..

Meine Sis und ich standen vor der Tür zur Intensiv und klingelten. Die Schwester fragte wie immer wer da ist und ich sagte:“Hallo, zu Fr. XXXX bitte“ und die Schwester sagte, das es einen Moment noch dauern würde. Der Moment schien ewig. Es waren nur ein paar Minuten, aber diese schienen endlos. Endlich ging die Tür auf und wir durften rein.

Mama war nicht mehr intubiert, aber noch sehr weggetreten. Sie konnte ihre Augen nicht öffnen, die Lider waren einfach noch zu schwer. Sie konnte aber auf Fragen reagieren mit Nicken oder Kopfschütteln für Ja und Nein. Die Werte am Monitor sahen gut aus. Puls bei um die 80, Sauerstöffsättigung pendelte zwischen 91 und 96, Blutdruck etwas hoch, aber noch in Ordnung.

Sie versuchte zu sprechen, bekam aber keinen Ton raus. Sie wiederholte ständig ein Wort das meine Sis und ich dann nach einer Weile herausfanden. Da sie mit ihrer Hand immer versuchte an den Mund zu gehen, hatten wir erst andere Ideen was sie wollte. Aber auf Fragen wie – hast du Durst, tut was weh, ist der Hals trocken, usw verneinte sie immer. Das Wort das sie sagte uns sagen wollte war – Doktor –

Ich fragte sie dann was sie denn dem Doktor sagen möchte. Was sie dann „sagte“ brach mir das Herz und ich wäre am liebsten in dem Moment einfach nur geplatzt. Sie sagte, ohne Ton, nur mit Lippenbewegung

Ich will sterben

Ich wiederholte die Worte um festzustellen ob sie das auch gesagt hat. Hat sie, sie nickte! Sie wiederholte das immer und immer wieder. Ich sagte zu ihr, das ihre Werte besser sind und sie sich wieder erholt. Sie schüttelte immer den Kopf. Auch wollte sie sich immer wieder die Sauerstoffbrille abmachen. Auch die Inhaliermaske die sie für 10 Minuten bekam lehnte sie mit einer Handbewegung ab, was die Krankenschwester nicht sah, oder sehen wollte, keine Ahnung. Auch diese wollte sie immer wieder abmachen. Sie will einfach nicht mehr.

Ich kann sie sogar verstehen. Als sie am Samstag keine Luft bekam, war das äusserst dramatisch. Sie hatte so eine große Angst zu ersticken und war so unendlich verzweifelt, das will sie nicht nochmal durchmachen.

Ich weiß nicht wie groß der Anteil daran ist, das sie noch unter heftigen Narkosemitteln steht. Sie war 5 Tage im künstlichen Koma. Das strengt an und auf die Frage ob sie müde ist schüttelte sie den Kopf, auf die Frage ob sie erschöpft sei – nickte sie. Wenn sie doch aber bereit ist zum sterben, warum ist sie nicht gegangen als sie im Koma lag? Ich sagte ihr das wir nicht böse sind wenn sie geht, das sie nicht mehr kämpfen braucht….den Ärzten sagte ich – keine Reanimation….

Sie ist noch nicht bereit. Es tut mir so weh sie so zu sehen. Sie leidet so unfassbar…

Ich sah im Gesicht meiner Sis, wie sie mit den Tränen kämpfte. Ich kämpfte auch, aber ich blieb „stark“. Warum auch immer – vielleicht um Kraft und Ruhe auzustrahlen..was weiß ich…

Egal wie wir versuchten sie zu „ermutigen“ sie schüttelte immer den Kopf. Meine Sis sagte, sie käme bald nach Hause – Kopfschütteln, das sie ja noch Päckchen bestellt hatte – Kopfschütteln, das sie ihre Lieblingssendungen schauen könne – Kopfschütteln… sie will einfach nicht mehr und ich verstehe das…aber ihre Werte bessern sich. Ich weiß sie hat Angst das alles nochmal durchzustehen…

Als ich ihr sagte, das es nichts nutzt wenn sie sich die Sauerstoffbrille abmacht, die Schwestern machen sie wieder dran und wenn  sie damit nicht aufhört, würde sie angebunden werden. Eine Träne kam aus ihren geschlossenen Augen begleitet von einem Kopfschütteln. Ich weiß nicht was ich machen soll…ich konnte nur da stehen und ihre Hand halten. Manchmal drückte sie meine Hand ganz feste…ich will ihr helfen, ich weiß nicht wie…

Als wir gehen mussten, sagte meine Sis – Wir haben dich lieb.

Mama formulierte mit ihren Lippen das sie uns auch lieb hat. Ich möchte bei ihr sein. Die ganze Zeit. Es geht aber nicht. Ich habe das Gefühl sie alleine zu lassen.

Ich bin so extrem angespannt, ich habe Angst davor was mich morgen erwartet. Ich hoffe die Ärzte reduzieren die Narkosemittel weiter und sie ist wacher morgen. Es macht ihre Situation nicht besser, aber wir können alle besser miteinander sprechen. Sie wird wieder sagen das sie sterben will, aber das geht halt nicht so einfach. Sterben ist nicht einfach! Das einzige das ich tun kann ist, ich werde mich mit dem palliativ in Verbindung setzen und mal abklären wie das ist mit der Sedierung auf Wunsch. Sie will nichts mitbekommen, das sagte sie vor einiger Zeit. Aber wenn es ihr doch besser geht?, wenn sie doch erstmal…erstmal…pfff…wieder atmen kann und es ihr einigermaßen „gut“ geht…ich respektiere ihren Wunsch und versuche ihn möglich zu machen, aber ich weiß im Moment gar nichts..sie soll nicht leiden. Heisst es nicht, es muss niemand leiden am Lebensende? Sie würde nach Hause kommen. Sie würde sediert werden. Wir würden uns kümmern und einfach da sein, egal wie lange es dauert…

Aber vielleicht hat sie doch noch ein paar schöne Wochen, Monate….ich verstehe sie doch…

Ich kann nicht mehr

Mama ich hab dich so lieb ♥

Angespannt

Mama lag wieder ganz ruhig da, tief sediert. Der Puls war bis auf einen kleinen Ausreisser immer so um 64, 65 Schläge. Einmal ist er abgesackt auf 58. Da fing der Monitor an zu piepen, hat aber gleich wieder aufgehört. Beunruhigender fand ich den Verlauf. Der Puls war mal auf nur 32 Schläge.

Der Blutdruck hat heute arg geschwankt. Fand ich jetzt auch nicht so dolle. Als wir kamen, war es so um 145/x ist dann hoch auf fast 160/x, nach einer Weile ist er runter auf 115/x und pendelte sich dann so um 125/x ein. Den unteren Wert habe ich mir nicht gemerkt, deswegen immer das x.

Kurz bevor wir gegangen sind konnte ich nochmal mit dem Arzt sprechen. Da war der Blutdruk wieder über 150/x und blieb so in dem Bereich. Och Mensch…

Der Arzt sagte aber, ihr Kreislauf wäre stabil und es geht ihr tendenziell besser. Sie wollten morgen Extubieren.Also die Beatmung abmachen und schauen wie es funktioniert.

In der Pflegedoku stand drin, das sie es heute schon machen wollten , heute morgen um 7 Uhr, haben es aber dann auf morgen verschoben. Warum stand da nicht und der Arzt hat dahingehend auch nichts gesagt.

Ich bin super angespannt. Wie wird das werden? Ich hoffe nur Mama bekommt keine Panik, oder hoffentlich gibt es keine Komplikationen. Heute Nacht nicht und bitte auch nicht morgen. Es ginge ihr aber besser, sagt er…naja..immerhin wollen sie ja die Beatmung rausmachen. Es ist nicht so das ich denen nicht traue, ich habe einfach Angst.

Es ist jedesmal sehr aufreibend für mich, wenn ich vor der Tür zur Intensivstation stehe. Was erwartet mich/uns. Jedesmal ein Gang ins Ungewisse. Und morgen? Wird sie einigermaßen wach sein? Wird sie intubiert sein weil sie Panik hatte, es Komplikationen gab, oder sonst was? Ich weiß, positiv denken. Aber ich habe so Angst. Meine Sis scheint da „entspannter“ zu sein. Ich weiß es nicht…sicherlich hat sie auch Angst, aber sie ist nach aussen nicht so. Dafür war sie heute von der Laune sehr gereizt..vielleicht ist es das?

Wir standen heute wieder an ihrem Bett und ich habe sie unentwegt am Arm und ihre Hand gestreichelt. Sie spüren lassen das wir da sind. Auch eine Menge erzählt, obwohl gar nicht so viel passiert ist. Ich bin so nervös…ich verusche mich abzulenken und habe gleichzeitig deswegen ein schlechtes Gewissen. Ich weiß nicht ob das jemand nachvollziehen kann, es ist einfach nur schrecklich.

Ich wünsche mir das morgen alles gut geht, das es insgesamt gut geht. Das sie wieder auf die Beine kommt, nach Hause kommt und noch ein paar Wochen, Monate oder vielleicht sogar noch länger – in einigermaßen guter Lebensqualität, bei uns ist.

Mama wir lieben dich ♥

Muss das denn jetzt sein?!

In meinem letzten Beitrag war ich noch so glücklich das es der Mama wieder besser ging. Im Laufe der letzten Wochen hat sich ihr Gesundheitszustand aber wieder verschlechtert. Trotz NIV Beatmung hat sich immer wieder Erstickungsanfälle gehabt. Dann ging es ihr stundenweise wieder gut, dann war die Atmung wieder schlecht usw.

Gestern morgen um 6 Uhr, sie war an der Beatmung, klingelte sie mich wach. Ich dachte zunächst erst nur daran, daß Gerät abzumachen, damit sie ihre Medis nehmen kann.

Sie saß auf dem Bett, atmete sehr schwer und sagte ständig das sie keine Luft bekommt. Ich versuchte sie zu beruhigen und gab ihr eine Tavor. Ist erst gar nicht angeschlagen. Mama war so verzweifelt und hatte große Angst und ich konnte ihr nicht helfen.

Ich rief dann den Notarzt an und hoffte das sie es ins Krankenhaus schaffen. So einen echt heftigen Erstickungsanfall hatte sie bis dato noch nicht. Jedesmal war es echt schlimm, aber diesesmal dachte ich, das war es jetzt. Innerlich kämpfte ich mit mir und flehte das der Übergang doch bitte nicht so sein darf. Sie hat Angst und ist so verzweifelt, es tut weh es zu sehen.

Erst kam sie ins Joho, dann ist sie ins Paulinenstift gekommen. Dort auf die Intensiv mit einem NIV Beatmungsgerät das ziemlich kräftig Luft und Sauerstoff in sie hineingepresst hat. Ich hielt ihr Hand und sie sagte, das sie Angst hat. Ihre Augen hat sie immer wieder aufgerissen. Sie hatte Angst einzuschlafen unf kämpfte mit aller Macht gegen die Sedierung an.

Nach einer Weile beruhigte sie sich und ließ die Sedierung zu. Sie ist immer mal kurz eingeschlafen. Sie fragte nach meiner Sis und ich sagte, das sie nicht kommen kann. Das tat mir so leid. Die Atmung war anstrengend aber nach einer Weile hatte sie das Gefühl es ginge besser. Es war so schlimm sie so zu sehen, wie sie sich immer wieder aufbäumte und die Augen aufriss. Ich konnte nichts weiter tun als ihre Hand festzuhalten und versuchen ihr die Angst zu nehmen.

Der Arzt kam zu mir und wir besprachen das weitere vorgehen. Kurz zusammengefasst gab ich die Einwilligung alles medizinisch mögliche zu unternehmen. Er sagte sie habe eine kleine Lungenentzündung. Na klasse, muss das sein?! Ich sagte auch, das wenn es zum äusserten kommt, soll keine Reanimation gemacht werden. Der Arzt nickte und notierte sich das. Wir sprachen dann auch darüber, das es durchaus wahrscheinlich ist, das sie eine Invasive Beatmung braucht und darüber hinaus in ein künstliches Koma gelegt werden muss. Auch da willigte ich ein. Er erklärte mir die Risiken und was alles passieren kann, bis hin zum aufwecken.

Ich war dann noch eine Weile da und Mama begann zu lachen wann immer das NIV einen Pupston abgelassen hatte. Ich dachte mir dabei, wie schön das sie jetzt im Moment so gelöst ist und lachen kann. Ich bin dann gegangen und sagte noch, das ich morgen mit Sista komme.

Heute Mittag sind wir dann wieder zu ihr gefahren und ich hatte ein seltsames Bauchgefühl. Als wir in die Intensiv kamen, sprach uns eine Schwester an und fragte ob wir wissen das sie beatmet wird. Ich sagte JA und nahm an mit dem NIV. Aber dem war nicht so. Sie lag zugedeckt schlafend auf dem Rücken mit einer Menge Schläuchen um sie herum. Sie hat eine Invasive Beatmung bekommen, inklusive Magensonde zur Ernährung. Ich habe damit nicht gerechnet, aber es hat mich nicht wirklich überrascht. Sie hat keinen Luftröhrenschnitt, sie wird mit einem Schlauch in den Mund beatmet.

Sis und ich standen je an einer Seite neben ihrem Bett und ich streichelte ihrn Arm und ihre Hand immer wieder und erzählten was seit gestern so passiert ist. Ich sagte ihr auch, das sie keine Angst haben braucht. Ich sagte auch, das sie gehen kann wenn sie das möchte, wir wären ihr nicht böse darum….

Es tut weh, aber für sie … sie muss sich nicht mehr quälen…

Ich war dann doch etwas verwundert das es mit der inv Beatmung so schnell ging und las in der Pflegedokumentation nach was passiert war. Sie wurde sogar fixiert.. Ihr Zustand hat sich gestern weiter verschlechtert und sie haben sie sediert und haben ihr das inv. Beatmungsgerät gelegt. Sie bäumte sich immer wieder auf und versuchte sich den Schlauch aus dem Mund zu ziehen. Nachdem dann eine Fixierung nicht geholfen hat, was ich sowieso ganz schlimm finde, haben sie dann die Mama ins künstliche Koma geschickt….

Letzter Eintrag von heute morgen 5:50 Uhr (Pflegedokumentation) – Kreislauf schwankend ohne erkennbaren Grund

Ich kann mir vorstellen warum der Kreislauf so schwankt. Sie hat Angst! Sie weiß nicht wo sie ist, was mit ihr passiert usw auch wenn sie in dieser tiefen Bewusstlosigkeit ist. Sie ist alleine und verzweifelt. Ich hoffe das sie uns gespürt hat und gehört hat. Immer wieder sagten wir ihr sie braucht keine Angst haben, sie wird wieder aufwachen wenn die Lungenentzündung abgeklungen ist und wenn etwas unheimliches ihr begegnet, solle sie es einfach wegkicken.

Schweren Herzens sind meine Sis und ich dann wieder gegangen. Ich gab ihr noch einen Kuss und sagte wieder, sie brauche keine Angst haben…

Mein Verstand sagt mir: Sie hat doch eh nur nur eine ganz kleine zerfressene kaputte Lunge. Jetzt die Lungenentzündung. Wird sie je wieder aufwachen? Klar will ich sie noch etwas bei mir haben, aber ich möchte viel mehr das es ihr gut geht, das sie erlöst ist von den Qualen. Wie lange wird es dauern? Wird sie selbst gehen?, werden wir in ein paar Wochen/Monaten die berühmte Entscheidung treffen müssen?

Klar immer positiv denken, aber man darf sich nicht verklären, man muss auch realistisch bleiben. Es tut halt einfach weh, egal was. Alleine sie so zu sehen bringt mich schon fast um.

Mama wir lieben dich ♥