Job in Aussicht

Morgen ist es 3 Wochen her Mama ihre Flügel bekommen hat.

Gestern hatte ich einen Termin bei der Bank. Ich wollte das Depot auflösen, das Papa ja noch hat und wir brauchen aber das Geld. Es stellt sich als etwas schwierig heraus, da wir, als Papa starb, der Mama die Kontovollmacht gegeben haben. Jetzt müssen wir auf den Erbschein warten, dann können wir die Vollmacht aufheben und dann erst kann das Depot aufgelöst werden. Soweit so klar.

Die Frau P. von der Bank ist eine sehr herzliche Person und wir haben uns auch lange über Dinge unterhalten die nichts mit der Bank zu tun hatten. Das Hauptthema war die Sterbebegleitung und die Pflege die ich übernommen habe und das es jetzt alles nicht leicht ist usw. Trauer bla bla im Grunde. Aber es war kein trauriges Gespräch. Wir haben einander vertraute Seelen entdeckt und haben uns sehr gut verstanden und verstanden gefühlt. Die Mutter der Frau. P ist letztes Jahr verstorben. Haben uns auch gegenseitige Sympathie bekundet und was wir doch für herzliche Menschen sind.

Heute Mittag rief mich Frau. P an und wollte noch etwas zu dem Termin sagen. Ich sollte doch gleich noch einen Kundenstamm anlegen lassen, wenn ich mit meiner Sis am Donnerstag, also morgen, nochmal in die Bank käme. Klar mache ich und habe es mir notiert. Dann fragte mich Frau P. aus welchen Beruf ich habe, was ich gemacht habe usw, da ich jetzt ja arbeitslos bin. Ich dachte es ginge dabei um Bankgeschäfte, wegen dem Kundenstamm usw. Falsch. Sie fragte mich aus und löcherte mich, weil sie jemanden kennt der eine Sterbebegleitung sucht. Ich wäre so ein herzlicher Mensch und sie hat gespürt mit wieviel Herzblut ich dabei bin und das ich doch ein sehr sozialer Mensch wäre, der das auch nach aussen tragen kann. Da hatte sie gleich an mich gedacht und wollte fragen ob ich interesse hätte. Sie fragte auch, ob es nicht doch zu früh für mich wäre, da Mama ja erst ganz frisch verstorben sei.

Ich fühlte mich zunächst etwas überrumpelt. Wer rechnet denn mit sowas??? Aber ich sagte gleich, das ich mir das sehr gut vorstellen kann. Gerade weil ich jetzt noch stark im Trauermodus sei. Es ist paradox, ich weiß, aber es ist für mich wirklich in Ordnung. Sie fragte ob sie meine Telefonnummer weitergeben dürfte, damit ich mich mit der betreffenden Person unterhalten kann. Klar, gerne. Sie sagte nochmal wie sympathisch und lieb ich doch sei und wir verabschiedeten uns.

Ich war sehr aufgeregt. Was ist da eben passiert? Spinn ich? Träume ich? Was zum Henker war das denn jetzt!

Eine Stunde später etwa klingelte mein Handy. Ich ging ran und eine Frau. B war dran. Sie hätte die Nummer von Frau. P bekommen und wollte mit mir nun einiges klären. Frau B. klingt sehr nett, etwas älter aber nicht alt von der Stimme her und ziemlich gefasst. Ihr Man käme morgen nach Hause aus Heidelberg. Sie wollte ihn nicht in ein Hospiz geben, lieber nach Hause holen. Sie hat aber gar keine Erfahrung und weiß gar nichts. Das palliativ Team ist bereits aktiviert und es kommt demnächst zu einem Kennenlernen.

Sie weiß wie gesagt gar nichts und fragte, wie das nun läuft. Wie käme ich zu ihnen hin?, wer trägt die Kosten dafür, welchen Verdienst bekomme ich usw. Ich sagte, da machen wir beide uns am besten erstmal Gedanken drüber und würden das dann bei einem persönlichem Gespräch klären. Einverstanden. Sie erzählte noch etwas über ihren Mann, Krebs, sei noch einigermaßen mobil, er wollte das auch, bräuchte aber Hilfe beim hinlegen, Toilettengang. Er hatte paar Hirnbestrahlungen und sein Sprachzentrum ist etwas in Mitleidenschaft gezogen. Er kann sich verständlich machen, ist aber Kopftechnisch doch etwas reduziert. Ich dachte mir – kenne ich – war bei Horsti ja auch so…

Wie machten einen Termin aus für Freitag, um 15 Uhr. Es ist in Idstein. Ich komme da schon hin, schließlich fahren auch Überlandbusse nach Idstein. Ich weiß sogar wo dieser Abfährt 😉 da ich kein Auto habe, werde ich mir dann eine Monatskarte holen. Kein Problem.

Ich freue mich sooooo abartig auf der einen Seite. Auch wenn das so schnell geht auf einmal. Ich musste anfangen zu weinen. Nicht aus Trauer, sondern aus Dankbarkeit. Wer oder was auch immer mein Schicksal lenkt und auch das es in so einer rasenden Geschwindigkeit geht, bin ich dankbar das ich gleich einen Job gefunden habe bzw kurz davor stehe in meiner Berufung Fuß zu fassen. Unglaublich! Eigentlich findet der Job ja mich 😉 Was für eine Chance. Wem passiert das schon. So eine Möglichkeit auf einem Silbertablett. Über ein Gespräch mit einer Bankangestellten. Sie war übrigens mal Krankenschwester. Mit ein Grund das sie gespürt hat wie herzlich und empathtisch ich bin. Sie ist dann über Umwege in der Bank gelandet. Wie das Leben so spielt *lacht*

Gleich wieder aufsatteln. Das hätte Papa gefallen. Zeit für Trauer ja – aber gleich wieder aufsatteln. Danke Mama, Danke Papa, wenn ich das euch zu verdanken habe. Ihr seid in meinem Herzen und immer mit mir. Ich bin so dankbar.

Love ♥

Immer wenn es Nacht wird,

fängt Schatz an unruhig zu werden. So auch heute Nacht wieder…erst schlief er bis um 1 Uhr ungefähr..danach war für mich Stundenschlaf angesagt. Schatz sagte mir zwar, ich solle doch schlafen…aber jedesmal hat er mich wieder geweckt..ist nicht schlimm…

Heute morgen habe ich ihm dann sein Kortison gegeben, eine halbe Stunde später etwa sein Novalgin. Keine 10 Minute später – ein rießen Schwall…Schatz hat alles ausgebrochen, inklusive dem Pudding vom Vortag…dachte sowas flüssiges würde schneller verdaut…er war nass, das Bettzeug war nass und die Couch war nass..ich flitzte schnell in die Küche und ins Bad, holte Wasser, Desinfektionszeugs und Handtücher..

Ist nicht schlimm, sagte ich immer wieder..Schatz würgte und würgte, aber ausser Schleim kam dann doch nichts mehr..ich machte alles sauber, wechselte das Bettzeugs. Schatz schlief ein. Er fror..er friert den ganzen Tag..Gegen 11 Uhr klopfte es heftig an der Tür. Das Sanitätshaus war da und brachte das Bett…endlich…schon schnell, aber endlich..

Zum Glück in Einzelteile und der nette Herr, hat es schnell aufgebaut. Sieht gar nicht so hässlich aus, eigentlich ganz schön. Das Bett war doch größer als erwartet..ich habe richtig ausgemessen, aber wenn so ein Teil dann in Echt dasteht, ist es schon anders…naja es ist eng, aber es passt irgendwie..

Ich bezog die Matratze nochmal mit einem Laken. Dann schob ich einen Schrank etwas quer und das Bett passte noch ein bisschen besser..scheinbar. Doch das geht schon. Dann gegen halb 2 kam Schwester. Sie blieb eine Stunde..wir haben nicht viel geredet, eigentlich nur über Krebs, Diagnosen, Schmerzmittel und so weiter…sie erzählte auch, das Schatz (in der Jugend) Spinnen nach seiner Schwester geworfen hat. Wir lachten..

Eine halbe Stunde nachdem Schwester gegangen war, kam Schwägerin. Erfreut sah sie, daß das Bett da war. Ich meinte, wenn Bruder kommt, können wir zusammen Schatz aus der Couch in das Bett transerfieren. Wenn das nicht klappt, kann ich immer noch den pall. Dienst anrufen..

Bruder brauchte aber noch einen Moment..wir unterhielten uns in der Zeischenzeit. Schatz musste mal…er sagte mir, er muss mal und verzog das Gesicht. Schwägerin sagte sofort, sie gehe mal aus dem Raum. Als ich die Bettdecke weg schob, sah ich aber, daß Schatz bereits gemacht hat…

Ich sah ihn an und sagte – nichts schlimmes Schatz, nichts schlimmes, alles gut..ist halt mal ein Malheur passiert…meine Güte…

Bruder kam kurz darauf und Schwägerin und ich erklärten ihr unseren „Plan“. Zu dritt haben wir Schatz dann erstmal aufgerichtet und ihn in Position gebracht. Bruder schlang seine Arme unter den Achseln von Schatz durch und hob ihn an. Schwägerin und ich stabilisierten die Beine, damit er nicht wegsackt. Eine Drehung von Bruder und Schatz saß auf dem Bett. Bruder hat ihn dann richtig hingelegt und Schwägerin fing gleich an Schatz zu umsorgen, zu bemuttern…zuviel für Schatz..er sagte nur noch – *meinName* macht das schon….sie macht das….

Ich meinte dann auch, daß war jetzt sehr anstrengend auch für Schatz und er ist jetzt gestresst..ja klar, sorry, sagte Schwägerin und ließ von ihm ab. Nach einem kurzen Gespräch sind dann Bruder und seine Frau gegangen.

Als die beiden gegangen waren und Schatz hat sich ein wenig erholt fragte ich ihn, ob ihm das Bett gefalle..ob er bequem liegt usw..er bejahte alles…jetzt findet er es auch gut..beim umlagern habe ich gesehen, daß er nun doch eine Wunde am Rücken hat…scheisse…muss ich morgen der Ärztin sagen…

Ansonsten war der Tag eher ruhig heute..Schatz ist tagsüber immer etwas ausgeglichener…aber wehe es wird dunkel…

Bis dann

 

Menschlich

Die Nacht war wieder so lala..ich konnte gut schlafen und Schatz eher nicht. Gegen 7 Uhr bin ich dann aufgestanden und war müde..ich schlafe zwar, und träume auch, aber ich erhole mich grade nicht richtig.

Heute war wieder die Familie da…Kleckerweise. Zuerst Bruder mit Frau, sind heute aber nicht so lange geblieben. Später am Nachmittag kamen dann BruderTochter mit Mann und Baby. Ich hatte vorher schon angekündigt, das sie bitte auch nicht so lange bleiben mögen – Schatz ist heute nicht gut drauf. Er ist müde. Jeden Tag die Familie um sich zu haben strengt an. Auch wenn er immer mal einschläft, aber es ist eben was anderes..

Am Mittag rief mich der älteste Bruder an, ob er vorbei kommen dürfe. Er hätte es jetzt auch erfahren. Ich fragte Schatz, ob er seinen ältesten Bruder sehen möchte. Er hält ja nicht viel von ihm, sagte aber JA. Als ich auflegte, sagte ich nochmal das der *Name* kommt um sicher zugehen, das er mich auch richtig verstanden hatte. Schatz sagte dann – Der Depp….gegen 18 Uhr kamen dann der älteste Bruder mit Frau.

Wir redeten eher sachlich, wegen einem Pflegebett usw. Aber auch mit großer Annerkennung haben die nicht hinter dem Berg gehalten. Frau sagte zu Schatz, ob er wüsste was er für ein Goldstück an seiner Seite hätte, nicht jede würde den eigenen Mann so derart pflegen, schon gar nicht zu Hause und noch weniger ganz alleine. Schatz sah mich an und sagte, daß er das wüsste. Auch der älteste Bruder hatte viel Annerkennung für mich. Wie ich das alles schaffe, so stark bin…woher ich die Kraft nur nehmen würde…

Es tut einerseits gut, aber irgendwie prallte das auch an mir ab. Ich weiß nicht, ob es die Erziehung meiner Eltern war, die Prägung wie ich aufwuchs, oder mein Naturell – oder vielleicht auch alles zusammen, aber für mich kam es nie in Frage meinen Mann „abzuschieben“, oder sonst etwas zu machen mit dem weder er, noch ich „glücklich“ sein würden.

Ausserdem habe ich es ihm versprochen. Ich gehe durch die Hölle und zurück für meinen Mann..warum sonst hätte ich ihn heiraten sollen? Damit, wenn es schwierig wird im Leben, ihn abschiebe? Mich nicht mehr kümmere? Aufgebe? NEIN! Er ist mein Mann, egal ob die Sonnenseite des Lebens uns küsst, oder ob es dunkle Schatten gibt…wir sind Eins und wir bleiben Eins…

Nach einer Weile gingen sie auch wieder, natürlich mit den Worten – wenn du Hilfe brauchst, oder wir etwas machen können, melde dich..keine Scham, keine Scheu…ob sie mich finanziell unterstützen können, war auch ein Angebot. Dankend erklärte ich, daß finanziell alles soweit gut ist und wegen allem anderen würde ich mich melden, wenn es was gibt.

Als sie gegangen waren, ist Schatz gleich wieder eingeschlafen. Er ist müde..fertig..es ist anstrengend, wenn immer jemand da ist. Mir gingen derweil ein paar Gedanken durch den Kopf. Ist es nicht seltsam, wenn es einem „gut“ geht, gesundheitlich, oder wie auch immer, fragt niemand nach, ob Hilfe gebraucht wird, finanziell alles in Ordnung ist usw…aber liegt jemand im Sterben, oder ist einfach schwer krank, reißen sich alle förmlich darum was tun zu müssen, wollen, dürfen…warum kann man nicht auch mal so jemanden fragen, ob alles in Ordnung ist..oder man helfen kann…es ist halt menschlich…

Heute war eine gute Freundin da. Ich brachte es nicht übers Herz ihr zu sagen was los ist. Ich hatte aber einen Brief geschrieben, den ich ihr gab mit der Bitte, ihn erst zu Hause zu lesen..es wird ihr, wie mir, den Boden unter den Füßen weg reißen. Sie hat einen sehr wankelmütigen, schwachen Charakter..manisch…depressiv..wir haben sie immer wieder aufgefangen und sie sagt uns immer wieder, wie lieb sie uns hat. Sie ist im Moment in einer Hochphase..das wird sich erledigt haben nach dem Brief…aber ich habe nicht die Kraft sie aufzufangen…diesmal nicht…

Mittlerweile wissen es alle…auch Freunde, die wir nicht jeden Tag sehen (wohnen weiter weg), wissen jetzt bescheid..ich erlebe eine Flut von Unterstützung. Es hilt mir natürlich, vorallem emotional..aber ich habe es bisher alleine geschafft, und werde es auch den weiteren Weg schaffen. Trotzdem bin ich dankbar..so ist das nicht…es ist komisch…ich habe kein Problem damit um Hilfe zu bitten. Ich habe aber ein „Problem“ damit, mit Hilfe überschüttet zu werden, wenn ich nicht darum gebeten habe. Zum Glück ist es aber so, daß wir alle vereinbart haben, wenn wir was brauchen – melde ich mich…so wird man nicht ständig gefragt…

Nächste Woche hole ich mir professionelle Hilfe an Board. Den ambulanten Palliativdienst…und ein Pflegebett wird beantragt…das ist etwas, das geht in der Tat nicht mehr so wie bisher..zum Wohlergehen meines Mannes..die medizinische Versorgung.

Das Blut wird wieder mehr im Auswurf…

Bis dann

AlltagsSzenen am Samstag

Hallo zusammen B)

Als wir heute morgen die Augen aufgemacht haben, hatten wir uns erst noch dazu entschlossen, einfach liegen zu bleiben. Das Wetter war gewohnt trüb, aber trocken und hat einfach dazu eingeladen.
Irgendwie konnten wir dann aber nicht mehr einschlafen, war ja auch schon halb 10 Uhr. Sind dann mühsam aufgestanden, die Nacht war wieder mal viel zu kurz.
Die erste Tasse Tee hat schon mal gut getan. Jetzt war ich auch wach und bereit mir über den Wocheneinkauf gedanken zu machen.

So gegen 11 Uhr klopfte es an der Tür und ich moserte schon in mich rein – oh man muss *NAME* heute schon so früh nerven? Wäre nicht so schlimm, aber sowas denke ich dann halt mal 😉
Es war aber nicht der, den ich erwartet hatte. Es klopfe ein mir unbekannter Mann und fragte, ob uns das Auto da gehöre und ob wir ein Überbrückungsseil hätten. Sein Auto springt nicht mehr an. Klar kein Thema, sind gleich da.

Schnell angezogen und Schatz ist raus dem armen Kerl zu helfen. Er meinte dann noch zu mir, ich kann mich ja auch fertig machen, dann können wir los einkaufen fahren. VON WEGEN :>>

10 Minuten später wollte das Auto von dem Typ immer noch nicht anspringen, auch 20 Minuten später nicht. Ok gut…Batterie ausbauen, neue holen…davor hatten die aber noch eine anderen Idee. Den Wagen anschieben, denn wenn er rollt kann auch die Batterie bzw. das Auto starten.

4 mal haben wir dann das Auto angeschoben, aber nichts…also doch ausbauen. Wir haben dem armen Kerl dann angeboten, das wir ihn zum Real fahren damit er sich eine neue Batterie kaufen kann. Er war sehr dankbar, zumal er weder jemals eine Batterie ausgebaut hat, geschweige denn sich überhaupt damit auskennt. Abgesehen davon, hat es angefangen zu schneien..aber nicht schön, sondern nass und einfach nur bäh.

Nachdem dann die rostigen Schrauben endlich gelöst waren, sind wir dann mit ihm zum REAL gefahren und haben eine neue Batterie gekauft. 125 Euro BÄM…naja muss ja, auch wenn er eigentlich in das Auto nichts investieren wollte, da eh Schrottreif…ein 1999ziger Opel Vectra – Tüv auch schon vor 2 Monaten abgelaufen…

Also Batterie geholt, wieder nach Hause gefahren und die neue Batterie eingebaut…Auto gestartet und – – – – – – NICHTS!!! Kacke, also ist es nicht die Batterie …. wieder zum Real gefahren um die Batterie zurück geben…das ging ganz Problemlos 😉 hat natürlich die Kohle wieder bekommen :>>

Dann standen wir etwas ratlos erst in der Gegend rum, Schatz hat dann unseren KFZ Schrauber angerufen, der meinte nur, es könne die Batterie sein, die Zündkerzen, oder eben alles mögliche, wenn der Wagen eh schon die ganze Zeit immer schlechter lief (Angabe von dem Typen)

Inzwischen war es dann auch schon halb 3 und wir wussten alle keine Lösung mehr…waren inzwischen sogar bei einem anderen KFZ Schrauber gewesen, aber der hatte um 14 Uhr schon Feierabend.

Das Ende ist nun – das Auto steht jetzt übers Wochenende im Hof, am Montag will der Typ das von einem Schrotthändler abholen lassen, hat sich 1000 Fach bedankt für unser Bemühen – so viel Hilfsbereitschaft hatte er in seinem ganzen Leben noch nicht erfahren und unser KARMA Konto hat jetzt ein sattes PLUS – das sollte eine Weile reichen hahahaha :>> nee nee … wir sind so Menschen…wir helfen wo wir können!

Einmal wollte er uns 20 Euro geben, was Schatz und ich dankend abgelehnt haben. Ihm war das sichtlich unangenehm, aber so sind wir..als wir das 2. mal beim REAL waren, wollte er uns zu einer Brautwurst einladen wenigstens – immerhin hätten wir ja Benzin usw wegen ihm verbraucht. Wieder lehnten wir ab…als wir endgültig dann zu Hause waren, wegen dem Auto, streckte er uns wieder einen 20ziger und bat darum, das wir diesen nehmen…um weitere Diskussionen dann zu vermeiden, habe ich den dann eingesteckt.

Aber wie gesagt, wir haben uns total reingehängt und das kam von Herzen…wir kannten den nicht und wissen nicht mal wie er heisst.
Er ist Pole, sieht sehr gut aus, Modelltyp aber nicht abgehoben, spricht super deutsch – mit polnischen Akzent, schätze den mal so auf Mitte 30 oder so..sehr symphatischer Kerl 😉 aber auch wenn es ein hässlicher kleiner Gnom gewesen wäre – wäre das egal für uns…wir helfen wo wir können..

Dann um halb 3 Uhr sind wir dann auch zum einkaufen gekommen :>> endlich zu Hause im Warmen und bisher ein guter Tag ♥

In diesem Sinne
bis bald :wave: