Kollektives Unterbewusstsein

Ich träumte, daß ich einen goldenen Ring hatte mit einem überdimensionierten Diamanten darauf. Spitz, eher stilisiert, wie man einen Diamanten zeichnen würde. Der Ring war später im Traum schmutzig, oder Messingfarben, daß weiß ich nicht mehr…

Zuerst ist der Diamant abgebrochen und ich versuchte diesen wieder anzubringen, was scheiterte. Kurze Zeit später zerbrach auch der Ring in viele Teile. Ich wollte das vertuschen und den Ring reparieren, was mir nicht gelang. Schatz sah den Ring und dann bin ich aufgewacht.

Interpretation: Nun was gibt es da zu sagen…der (goldene) Ring steht für Hochzeit, Verbindungen, Ewigkeit (kein Anfang und kein Ende). Wenn ein Ring zerbricht, steht das für Trennung. In manchen Kulturen kündigt ein zerbrochener Ring einen Todesfall an. Der Diamant steht für Klarheit, aber auch für Härte und zeigt die Einheit des Bewußtseins mit dem Unterbewußtsein. Der Traum kann also sehr positiv gedeutet werden. Verliert der Träumende im Traum allerdings einen Diamanten oder Brillanten, deutet dies auf den Verlust einer wichtigen Sache hin. Ich weiß nicht mehr genau was mit dem Diamanten passiert ist, er war aber angelaufen…teilweise schmutzig, oder schwarz geworden.

Einen geschliffenen Diamanten sehen bedeutet Erfolg und Annerkennung, Gemütsruhe und eine frohe, glänzende Zukunft.

Ich weiß nicht genau wie ich das deuten soll…kündigt einen Todesfall, in jedem Fall eine Trennung an..wird wohl so sein…frohe und glänzende Zukunft? Ohne meinem Schatz? Das wichtigste in meinem Leben, meinem Herz und meiner Seele? Sicherlich ist es so, wenn mein Schatz von mir geht, daß dies einen Neubeginn in meinem Leben darstellt. Ganz klar…aber von einer frohen und vorallem glänzenden Zukunft zu sprechen?, mh….ich weiß nicht wie lange es dauern wird…die Trauer…vielleicht kommen dann wieder frohe Tage…bei Bienschen habe ich über 3 Jahre getrauert…und nun geht es aber um meinen Mann!

Das ist jetzt nur mal grob zerpflückt…aber das Grobe steht schon für sich, wie ich finde…der Traum hat mich sehr beeindruckt und beschäftigt…

Heute bin ich nicht zu meinen Eltern gefahren. Wir wollten das milde Wetter ausnutzen um den Garten winterfest zu machen. Schatz hat sich in den Garten gesetzt und ich habe alles andere gemacht. War gar nicht so viel zu tun – der Winter kann kommen…zumindest Gartentechnisch. Pünktlich zur Formel 1 war ich dann fertig und wir sind wieder rein.

Schatz ist seit gestern wieder ruhiger und in sich gekehrt. Er sagte in sanfter Stimme zu mir: Ich bin Tod. Ich sagte ihm dann, daß weiß ich Schatz und ich kann es nicht ändern und ich kann dir nicht helfen. Ich küsste ihn auf die Wange und streichelte seinen Arm. Schatz sagte, wenn die Lähmung links immer weiter schreitet, sterbe ich wohlmöglich nicht am Ersticken..da wird mein Herz vorher schlapp machen.

Ich antwortete, daß man das nicht wissen könne. Bei einem Schlaganfall hat man ja keinen Herzinfarkt gleichzeitig, also wird die Lähmung eher nicht das Herz lahmlegen…nur das die scheiß Metastase genau an der Narbe deines Schlaganfalls liegt und die Lähmung verursacht. Wäre die nicht, hättest du keine Lähmung.

Wieder sagte er: Ich bin Tod. – dabei drückte er meine Hand.

Es klopfte an der Tür und wir ließen uns los. Ich stand auf und schaute Schatz an. Er nickte und ich machte die Tür auf. Ein guter Freund kam vorbei und wir taten so, als wäre alles in Ordnung. Es ist immer ein schnelles Umschalten von unserem inoffiziellen Dasein zum offiziellen. Wir sind alle Schauspieler….wir tragen alle eine Maske gegenüber der Öffentlichkeit…

Vorhin habe ich ein Pflegetagebuch ausgedruckt. Wenn der Gutachter kommt, um die Pflegestufe festzustellen, sollte man so etwas vorlegen können. Man soll dies eine Woche lang führen, damit der Gutachter sich ein Bild machen kann. Nun kann man natürlich nicht willkürlich x Stunden da rein schreiben. Es gibt Richtlinien wie zB. Duschen mit Voll-Ünterstützung 25 minuten. Bei Teil-Unterstützung weniger Minuten..wenn ich aber jetzt 30 Minuten brauche, kann man dies auch so reinschreiben..oder anziehen…da werden einem 10 – 15 Minuten gewährt. Der Gutachter schaut nicht nur auf das Tagebuch, er begutachet natürlich auch Schatz selbst…

Morgen fangen wir damit an. Bin selbst irgendwie gespannt, wieviele „Pflegeminuten“ dabei heraus kommen. Mir war zB. nicht klar, das einige für mich selbstverständliche Dinge wie „Trinken anreichen“, auch unter Pflege fällt..ich meine – gibst du mir mal bitte mein Wasser? Ist doch ein alltäglicher Vorgang..aber wenn man krank ist, scheint dies anders gewertet zu werden. Leuchtet mir auch ein…wenn man eben selbst dazu nicht mehr in der Lage ist…braucht man eben Hilfe.

Selbst das kochen, waschen, Wohnung putzen soll dokumentiert werden. Aber da gibt es keine festgelegten Richtlinien. Bei uns ist das ja auch so, daß ich als Ehefrau/gleichzeitig Pflegerin meines Mannes diese Sachen sowieso mache…keine Ahnung ob das angerechnet wird, zumal ich noch Selbstständig bin und meine Arbeit auf der anderen Seite nicht mehr so machen kann, wie ich es müsste/sollte. Naja…keine Ahnung, wir werden sehen…

Jetzt mache ich einen Kaffee

Bis dann

Hitzewelle

Gestern blieb alles gut – auch das Schlafen ging wie immer. Denke wenn er Wasser in der Lunge hätte, könnte er nicht flach liegen. Das kann er aber und es rasselt nicht.

Heute morgen habe ich mich dazu entschlossen, doch zur Vertretung zu gehen und mein Rezept zuholen. Klappte alles ganz unkompliziert und wenn es morgen so richtig übertrieben heiss wird, habe ich das schon erledigt. Für morgen haben wir uns nichts vorgenommen, ausser im Garten zu sitzen mit Ventilator und Füße im Wasser.

Heute morgen gab es nochmal Action und Schatz rannte der Hausverwaltung hinterher. Ich sagte – mach doch langsam! Nach einer halben Stunde kam er wieder ins Haus und war kaputt. Kurz geschlafen, dann wieder weiter. Schatz war heute voller Energie und es hat ihn eigentlich nur genervt, daß er so schnell kaputt ist.

Gegen Mittag war alles erledigt und wir sind in den Garten. Die Hitze ist unerträglich – aber bei uns im Garten ist es super angenehm.

Zu Mittag gab es gebackenen Feta mit LauchReis. Im Garten haben wir Eis gegessen und Salzstangen und sind beide auch mal eingenickt. Einfach nur herrlich und schön.

Gegen 17 Uhr sind wir ins Haus und ich habe erstmal die Küche sauber gemacht. Später kommt noch ein Freund vorbei. Der Poller soll heute in der Auffahrt aufgestellt werden. Dann ist endlich Ruhe mit den abendlichen Hupkonzerten, denn nicht jeder bekommt einen Schlüssel. Wer keinen Schlüssel hat, muss draussen parken. Ganz einfache Sache.

Schatz trinkt etwas zu wenig – ich muss ihn ständig ermahnen. Ansonsten hat er einen guten Apetit und isst ordentlich. Alles gut bis her.

Ich war duschen und habe nun Kopfweh…nicht schlimm, liegt bestimmt am Wetter…

Bis dann

Ist doch immer so…

Gestern habe ich mich noch gefreut über die Gewichtszunahme und dann in der Nacht war ich wieder voller dunkler Gedanken.
Den Tag über waren wir recht vergnügt und alles war soweit gut. Gegen Abend wurde Schatz immer ruhiger und in sich gekehrter.
Wenn ich ihn ansah lächelte er zwar, aber das war eher ein Versuch zu verbergen wie es ihm geht.

Ich sah ihm aber an wie es ihm ging und streichelte seinen Arm. Auf die Frage, ob er Schmerzmittel bräuchte, sagte er „Nein, geht schon“.
Phasenweise – im Laufe des Abends – lachte er auch mal, wenn was lustiges im Tv war, oder ich was lustiges sagte.
Als wir uns bettfertig gemacht hatten, wir schlafen zur Zeit im Wohnzimmer auf der Couch, ahnte ich schon das es eine unruhige Nacht werden würde. Ich sollte Recht behalten.

Zunächst schliefen wir beide schnell ein, aber der Schlaf war nur kurz. Ich hörte Schatz schwer atmen und ächzen. Auch saß er und mir schien es, daß er keine Luft bekommt.
Ich bekam auch keine Luft – bei dem Wetter nicht ungewöhnlich, vorallem wenn es Nachts genauso warm ist wie tagsüber. Bei ihm ist es schlimmer, er hat den Tumor in der Lunge und zu wenig Erythrozyten…die Sauerstofftransporter.
Gegen 5 Uhr in der Früh brauchte er dann Schmerzmittel…viel Schmerzmittel, 40 Novalgintropfen und 2 Paracetamol. Hat gut geholfen zumindest.

Ich denke dann auch immer an meine Mam – sie kann durch Krankheit auch nicht atmen bei diesem Wetter…

Die Nacht war ein Wechsel von Schlaf und Wach – und heute morgen sagte Schatz, er wäre kaputter als gestern vor dem Schlafen.

Nach dem Kaffee sind wir duschen gegangen. Er konnte sich heute völlig alleine duschen (ohne Haarewaschen). Beim Abtrocken half ich ihm dann wieder. Dann Haarewaschen, danach auf die Couch erholen.

Heute Mittag musste ich wieder auf die Post. Als wir gestern ein Päckchen abgeholt haben, kam der Postbote wieder. Blöd – schlechtes Timing eben. Danach noch etwas einkaufen, dann ab in den Garten.

Dort blieben wir auch nicht lange, es ist einfach zu schwül. Es macht keinen Spaß. Also sind wir wieder in die Wohnung zurück und Schatz ist auf der Couch sofort eingeschlafen.

Gleich mache ich was zu Essen – mache heute Pellkartoffeln und Fisch, dazu Salat. Er mampft die ganze Zeit über wieder seine Salzstangen. Gut soweit..

Bis dann

Eine kleine Besserung

Gestern Nachmittag hat Schatz noch bis um 17 Uhr geschlafen. Wir sind dann nicht mehr raus unsere anderen Erledigungen machen. Haben dies auf morgen verschoben. Er hat ja noch Ananas und Kiwi da – also habe ich ihm einen Smoothie gemacht zum trinken, mit Wasser verdünnt. Hauptsache Vitamine.
Gegen 19 Uhr bekam er wieder Hunger und ich habe uns Spinat mit Nudeln (ausnahmsweise) und dazu ParmesanGarnelen gemacht. War lecker und Schatz hat wieder ordentlich gegessen.

Heute morgen sind wir gegen 7 Uhr aufgestanden und haben den Tag erstmal langsam angehen lassen. Ich habe den Eindruck, daß er besser laufen kann. Schatz sagt, er lässt sich davon nicht unterkriegen (von seinem schwachen Bein), er arbeite dagegen. Richtig – sage ich – Geist über Körper und nicht umgekehrt.
Trotzdem frage ich ihn jeden Tag – Wie ist das mit dem Laufen…besser – schlechter – unverändert? Es ist halt eigentlich unverändert. Ich möchte aber wissen, wann es schlechter, oder sogar besser wird.

Am Samstag hat sich Schatz das letzte mal gewogen und hatte 63,8 KG. Heute ist wieder Wiegetag und ich hoffte so sehr, daß er nicht noch weiter abgenommen hat. Ein wenig ängstlich schaute ich auf die Anzeige und das Ergebnis war 66,3 KG! WOW dachte ich mir und freute mich wie ein kleines Kind. Schön das er zunehmen kann und dann sogar in 3 Tagen 2,5 Kilo.
Der Krebs zehrt am ihm, aber zur Zeit ist Schatz und ich stärker. Bitte lass es so bleiben!
Vorallem finde ich es gut – wir haben seit dem er wieder da ist (bis auf einmal) kein Fleisch, oder Wurst gegessen. Wir essen viel Fisch stattdessen und eben Gemüse und Obst..er halt noch mit seinen Salzstangen. Ein gesundes Zunehmen!

Gegen halb 10 Uhr sind wir dann langsam los, unsere Runde drehen. Erst auf die Bank, dann zur Post – danach zum REWE.
Hatte zum Frühstück keine Orangen mehr da – ganz schlecht…aber die tägliche Portion Natron gab es trotzdem. Schmeckt ekelhaft, aber es hilft.

Schatz aß vergnügt seine Salzstangen. Er isst die den ganzen Tag, so auch heute. Musste eben Nachschub holen – alle aufgegessen.

Beim REWE habe ich erstmal Orangen geholt und Erdbeeren. Blöderweise gab es keine Papaya. Macht jetzt aber nicht so viel, habe ja noch Ananas.

Zu Hause erstmal alles verstaut. Danach 3 Orangen ausgepresst, die ganze Schale Erdbeeren geschnitten, eine dicke Ananansscheibe geschnitten, etwas Ingwer und einen halben Esslöffel geschrotene Leinsamen mit in die Kanne getan. Alles püriert und mit stillem Mineralwasser aufgefüllt, das es nicht so breiig ist. Gibt einen Liter leckeren Saft und ist eine super Vitamin C Bombe.

Alles erledigt und ab in den Garten. Die Wespen sind heute agressiver als gestern und nerven extrem. Schlimm ist, daß sie immer ins Gesicht fliegen. Schatz versuchte ein bisschen zu schlafen, was überhaupt nicht möglich war – die Wespen fliegen die Füße an und krabbeln zwischen die Zehen. NERV!
Also schlafen ist nicht…

Heute morgen wollte er keine Schmerzmittel haben. Als wir im Garten saßen, verlangte er aber dann doch Schmerzmittel. Kein Problem. Auch die leicht entzündete Narbe am Hinterkopf habe ich mit einer antibiotischen Salbe eingerieben. Die Salbe habe ich gestern per Rezept von unseren HA bekommen.
Die Salbe wirkt gut, denn im Gegensatz zu gestern war die Narbe weniger gerötet.

Gleich koche ich was zu (Nach)Mittag. Ich mache Rotbarsch aus dem Ofen mit Butter und Petersilie, dazu Weißkohl – Karotten – Gnocchi gebraten aus der Pfanne.

Ansonsten machen wir heute nicht mehr viel. Genießen Tag und die Zeit zu Zweit. Manchmal kommt unser Nachbar zu uns und wir unterhalten uns. Die meiste Zeit jedoch sind wir gemütlich in trauter Zweisamkeit und lassen es uns gut gehen. Salzstangen, Wassermelone und Weintrauben runden die Gemütlichkeit ab.

Bis dann

Wir genießen

die Zeit die wir haben und genießen jeden Augenblick, der nicht durch Schmerzen, oder Übelkeit zerstört wird.

Die Schmerzen sind nicht sehr stark, meistens sind es Kopfschmerzen. Schatz bekommt morgens seine Ration Novalgintropfen, manchmal auch Abends. Vor ein paar Tagen noch, brauchte er die Tropfen 4 mal am Tag. Die Übelkeit ist zum Glück auch seit ein paar Tagen – eine gute Woche eigentlich, vorbei. Ich hoffe das bleibt so. Wenn die Metastasen wachsen, wird das alles bald wieder kommen. Hoffentlich aber nicht..

Zum Frühstück gab es heute Käsebrot mit Erdbeeren und seinen frisch gepressten O-Saft mit Ingwer. Auch der Löffel mit Natron darf nicht fehlen – das hilft gegen die Übersäuerung im Körper.
Ich nehme auch einen Löffel Natron morgens und das seit ein paar Tagen. Ich habe an mir bemerkt, das ich seit der zweiten Einnahme, keinen Rheumaanfall mehr hatte. Nicht ein bisschen! Gar nichts. Null Schmerzen in irgendeiner Weise! Letzte Woche hatte ich mich noch mit schmerzenden Handgelenken und Knien geplagt.

Heute ist Sonntag und wir sitzen im Garten. Die Schwüle ist inzwischen weg, ein leichter Wind geht und die Sonne scheint. Das Radio spielt leise Musik im Hintergrund.

Ich habe einen Bewegungsplan ausgearbeitet. Am Anfang steht seine Atemtherapie, die er seit dem KH nicht mehr gemacht hat. Zuerst also den Flutter, danach das Voldyne.
Ich habe mich auf vielen therapeutischen Seiten umgesehen und wie gesagt, ein Bewegunsprogramm erstellt.
Aus den Gebieten der Ergotherapie und Physiotherapie.
Das Programm beinhaltet Übungen aus der Ergotherapie nach einem Schlaganfall, und Übungen für Parkinsonpatienten. Zudem noch gymnastische Übungen für Senioren.

Die Übungen sind zB. ein Bein anheben und mit dem Fuß kreisen, oder auch ein Bein austrecken – an den Körper ziehen und wieder abstellen.
Auch Übungen für die Arme und Schulterpartie habe ich gewählt.

Dient alles dazu um die Motorik zu verbessern. Bei den Übungen habe ich wieder sehr deutlich gesehen, daß sein linkes Bein starke Defizite hat.
Ich bin mir nicht sicher woher das kommt. Ist es, weil er eh eingerostet ist und immer schon nicht so beweglich war (schiefe Wirbelsäule, scheppes Skelett), oder drückt eine Metastase auf einen bestimmten Punkt im Gehirn, welche das Bein nach und nach lähmt.
Ich hoffe ersteres…

Die Übungen gingen gut, ich habe mit gemacht um ihn zu zeigen wie es genau geht und ich denke, auch für mich selbst als Bewegunsmuffel kann es nicht schaden.
Die Übungen sind eigentlich recht einfach, dennoch waren sie für meinen Schatz sehr anstrengend und ich habe auch gemerkt wie unfit ich bin. Hat aber auch Spaß gemacht.

Angefangen haben wir langsam, d.h. bei manchem Übungen nur 5 Wiederholungen, bei anderen gingen 10. 20 Wiederholungen sollten es jedoch aber sein.
Wir machen das nun jeden Tag – kann nicht falsch sein.
Wir machen das nun jeden Tag – gemeinsam. Gemeinsam macht es auch viel mehr Spaß.

Gleich mache ich Garnelen, chinesisch angelehnt. Garnelen mit Chinakohl, Karotten, Paprika, Lauch, Sojasoße, Ingwer, etwas Sambal Olek in der Pfanne leicht gebraten – dazu Reis.

Eben fängt es an zu tröpfeln, was die Wespen aber nicht davon abhält uns zu nerven.

Gehe mal kochen…

Wieder da – Schatz hat ordentlich zu geschlagen! Erst hatte ich ihm eine normal große Portion gegeben, also was für ihn normal ist, und er hat alles recht schnell auch gegessen. Immer ein Zeichen dafür, daß es ihm schmeckt.
Ich fragte, ob er satt sei und er sagte – na eigentlich nicht so wirklich. Ich holte einen Nachschlag, etwa die Hälfte der vorherigen Portion und er hat wieder alles gegessen. Sooo toll – freut mich wahnsinnig.

Wir saßen noch eine Weile im Garten und ein kräftiger Wind zog auf. Wir beschlossen alles zusammen zu packen und ins Haus zu gehen. Man kann heute schwer abschätzen, ob es auch bei uns regnet, oder nicht.

Gleich wollen wir duschen gehen. Also zuerst ich, dann später Schatz. Er möchte es heute wieder alleine versuchen, zumindest bis zum Abtrocknen. Das ist zuviel Anstrengung und ich helfe ihm dabei natürlich.

Seine Nähte an der Bauchseite klebe ich mit Frischhaltefolie ab, damit kein Wasser dran kommt. Zur Sicherheit eben, man muss ja nichts riskieren, oder so.

Morgen wollen wir mal zu unserem Hausarzt gehen. Von den 3 Nähten an seinem Körper, müsste eine auf jeden Fall mal gezogen werden. Also die Fäden. Ob die andere Bauchnaht schon gezogen werden kann weiß ich nicht, und die am Hinterkopf bestimmt nicht. Morgen wäre erst der 9. Tag und das soll ja immer so 12 – 14 Tage genäht bleiben. Vielleicht auch länger am Kopf, keine Ahnung.
Sehe dem etwas ungewiss entgegen, unser Hausarzt ist im ersten Stock ohne Aufzug…da wird Schatz erstmal fertig im Wartezimmer sitzen.
Wünschte jetzt schon, wir wären wieder zu Hause (morgen). Ich würde es mir auch zutrauen – aber besser ein Arzt macht das.

Bis dann

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Eugen Roth
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.

Ist ja klar…ohne Kranke – Kein Arztberuf 😉

Lasst es euch gut gehen und immer gesund bleiben!