22 August 2019 * 16 Uhr

Meine Sis und ich machten uns viele Gedanken und wollten heute ja nochmal in die Klinik fahren. Ich hatte ein mulmiges Gefühl. Ist sie noch bei Bewusstsein?, merkt sie das wir da sind?, machen wir es ihr und uns damit schwerer? Das waren so Gedanken.

Wir waren im Auto als mein Handy klingelte. Ich schaute auf die Uhr und es war 16:06 Uhr. Das Krankenhaus! Die Ärztin sagte mir mit lieber und ruhiger Stimme das Mama eingeschlafen ist. Es war genau 16 Uhr. Ich fragte noch ob das wirklich stimmt, ob sie einen Todeskampf hatte, aber die Ärztin sagte das sie das nicht hatte. Sie wäre ganz ruhig hinüber geglitten. Ich sagte noch das wir gleich da wären und wir legten auf. Meine Sis wusste auch dass das Krankenhaus dran war und bemühte sich mit aller Macht nicht zu weinen, saß sie doch am Steuer, im Feierabendverkehr. Ich versuchte auch stark zu sein, aber meine Stimme erstickte und Sis konnte dann auch nicht mehr. Sie weinte kurz und dann versuchten wir uns abzulenken, zumindest solange die Autofahrt noch dauern würde.

Als wir auf der Intensiv waren wollte uns ein Pfleger zu ihr bringen. Wir hatten auch Kleidung für Mama dabei und der Pfleger meinte erst, wir könnten sie anziehen. Meine Sis und ich wollten Mama aber nicht mehr sehen. Zu schmerzhaft ist das alles. Alles was wir sahen aus dem Flur aus war, das Mama ganz bedeckt in einem weißen Tuch auf ihrem Bett lag, in dem sie gestorben war.

Der Pfleger verstand das sofort. Es kam auch kurz die Ärztin dazu und wiederholte was sie am Telefon sagte. Es wäre alles gut, sie habe nicht mehr leiden müssen am Ende. Es ist so passiert wie es der Mama ihr Wunsch war…ich bedankte mich und wir sind dann gegangen. Die Kleidung mussten wir wieder mit nehmen, denn im Krankenhaus ziehen sie keine Kleidung an, denn es kommt noch die Leichenbeschau etc und es hätte auch schon mal Ärger gegeben, weil Dinge weg gekommen sind. Sie sagten, der Bestatter würde das dann machen.

So Mama, nun hast du es geschafft…du musst nicht mehr leiden, musst nicht mehr in deinem kranken Körper gegen die Atemnot kämpfen. Du brauchst auch keine Angst mehr haben ♥ Du bist frei ♥

Wir lieben dich ♥

Du bist bald frei

War pünktlich um 14 Uhr in der Klinik und die Ärztin sagte mir eigentlich nur das was sie mir am Telefon sagte. Mama verweigert Behandlungen, sie will nicht mehr, was machen wir jetzt. Die Optionen waren – Intensivstation bleiben, Normalstation oder Hospiz. Sie sagte aber auch, das es mit dem Hospiz Stunden, oder Tage dauern kann bis sie einen Platz hätten bzw wäre der Transport unnötiger Stress. Ich sagte, das es auf der Intensiv doch am besten wäre. Dort hätte sie die maximale Versorgung und die Ärztin stimme mir zu.

Ich durfte dann auch schon zu Mama, lange vor der Besuchszeit. Sie schlief und ich ließ sie schlafen. Nach einer Weile wurde sie wach. Sie erkannte mich sofort und es dauerte nicht lange da sagte sie mir: „Ich kann nicht mehr“

Sie hatte ihre Stimme wieder und ihre Augen sprachen Bände. Ich weiß, sagte ich und es ist ok. Sie entschuldigte sich und ich sagte wieder mit Tränen in den Augen, das es ok ist, das es gut ist. Sie muss sich nicht entschuldigen, sagte ich ihr und das ich das verstehe.

Sie wiederholte es einige Male. Wir sprachen auch über andere Dinge dann. Sie möchte ins Feuer, sie hat uns sehr lieb und noch ein paar andere liebe Dinge die ich für mich behalte. Die Krankenschwestern waren sehr fürsorglich und haben uns allen Raum gegeben. Um halb 6 kam meine Sis. Ich war im Vorraum der Intensivstation, da ein anderer Patient ein Arztgespräch hatte und ich draussen warten sollte. In der Zeit kam meine Sis und ich versuchte erst locker ein anderes Thema anzuschneiden. Ich erzählte ihr von dem Patient der immer versucht hat aufzustehen und dann immer hingeknallt ist. Die Schwestern waren nicht sehr erfreut darüber und drohten ihm mit einer Fixierung. Dann ging auch schon die Tür auf und ich bzw wir durften wieder rein.

Kaum waren wir an Mamas Bett fing meine Sis bitterlich an zu weinen. Mama sagte wieder, es täte ihr so leid, meine Sis solle nicht weinen, aber sie (Mama) kann nicht mehr.

Es kamen dann ein Arzt und eine Schwester und meinten, Mama würde gleich in ein anderes Zimmer gebracht werden. Die Nasensonde bekommt sie gezogen und sie bekommt ein „starkes Schmerzmittel“ damit sie keine Angst hat und besser atmen kann. Ich dachte gleich an – warum sagen die nicht Morphium. Denn das war das „starke Schmerzmittel“. Gegen 18 Uhr wurde sie dann in ein anderen Raum geschoben. Ein Ein-Bett-Zimmer. Die Nasensonde hat die Schwester dann auch gleich entfernt, das war nochmal sehr unangehmen, aber ging schnell. Dann verschwand die Schwester wieder und meine Sis und ich saßen an Mamas Bett, jeder auf einer Seite, und streichelten sie bzw hielten ihre Hand. Gegen halb 7 kam dann die Schwester wieder und hatte das Morphin in der Hand. Sie klemmte die große Spritze in einen Perfusor und stellte ihn auf 2mg/h .

Mama sagte – endlich, ihr ging es nicht schnell genug. Sie wollte nicht noch länger Zeit „verschwenden“, sie wollte endlich gehen dürfen. Sie erzählte noch ein paar Dinge und wurde dann schläfrig. Zwischendurch, als sie immer mal wieder aufwachte, wollte sie Tee. Ich gab ihr den Pfefferminztee schlückchenweise, damit der Hals befeuchtet ist aber sie sich nicht verschluckt. Dann schlief sie ein. Wachte wieder auf, wollte Tee, schlief wieder ein. Das Morphin wirkt.

Die Schwestern sagten zu uns, wir könnte bleiben so lange wir wollen. Wir waren dann aber „nur“ bis halb 9 etwa da, dann sind wir gegangen. Ich wollte nicht gehen, aber ich irgendwie wollte ich auch nicht bleiben. Mama drückte unsere Hand immer wieder. Wachte kurz auf, aber ihr Blick war schon sehr weit draussen. Das Morphin wirkt. Kurz bevor wir gegangen sind wachte Mama nochmal wieder auf und wollte diesmal Wasser. Ich gab ihr einen Schluck, dann noch einen und sie sagte:“Das tat gut“.

Schweren Herzens sind wir dann gegangen. Haben uns vorher nochmal verabschiedet, küssten uns und sie winkte. Es bricht mir das Herz. Sehe ich sie in dem Moment doch zum letzten Mal…

Die Schwestern fragetn ob ich angerufen werden möchte und ich sage. „ja auf jeden Fall“, sie fragen auch Nachts?, egal zu welcher Zeit?, und ich sagte wieder: „Ja bitte rufen sie mich sofort an“.

Um halb 10 waren meine Sis und ich bei mir zu Hause. Sie blieb noch kurz und ist dann gefahren. Ich warte nun die ganze Nacht darauf dass das Telefon klingelt und sie sagen, das Mama es geschafft hat. Ich habe mir einen MariaCron gekauft und trinke ein Glas auf sie. Ich warte nun quälende Stunden darauf, dass das Handy klingelt. Das es vorbei ist, das Mama endlich frei ist.

Wir haben jetzt halb 11 gleich. Es kann noch Stunden dauern. Ich hoffe so sehr für Mama das sie nichts mitbekommt. Das war ihr größter Wunsch.

Mama schlaf gut, wir sehen uns wieder. Du bist frei und musst dich nicht mehr quälen.

Mama ich liebe dich! ♥

 

Künstliches Koma

Waren heute wieder in der Klinik und Mama schien nicht mehr so hart sediert zu sein wie gestern. Gestern lag sie da, ganz ruhig – im Tiefschlaf, in der Narkose…Propofol und was anderes noch, weiß nicht mehr genau was. Heute war es oft so, als würde sie aufwachen wollen. Sie bewegte ihre Hände und bäumte sich manchmal leicht auf.

Sie war sehr unruhig. Meine Sis fragte die Arztin ob das normal sei. Sie erklärte das dies normal sei, auch das sie sie Augen öffnen könnte. Aber sie ist halt narkotisiert und würde nicht registrieren das sie uns sieht. Sehr wohl spürt sie aber das wir da sind. Unsere Stimmen und unsere Berührungen usw.

Der Blutdruck ist arg geschwankt. Heute Mittag war der Wert krass niedrig 59/45 oder so und eine halbe Stunde später auf 170/90. Die meiste Zeit aber bewegt sich der Blutdruck zwischen 115/70 bis 140/85 – so im dem Dreh. In der Pflegedokumentation stand auch drin, das sie manchmal sehr unruhig ist.

Ich vermute, es sind schlechte Träume, oder sie kämpft gegen die Narkose weil sie das nicht möchte/Angst hat, vielleicht beides oder was ganz anderes. Vielleicht will sie sich auch einfach nur mal auf die Seite legen…liegt ja auf dem Rücken seit 3 Tagen…

Die Ärztin erklärte auch das sie immer noch in einem sehr kritischen Zustand ist und medikamentöse Unterstützung für das Herzkreislaufsystem bekommt. Deswegen schwankt der Blutdruck so….mh…weiß ja nicht so recht, gestern in der Pflegedoku stand ja drin – Kreislaufschwankung ohne erkennbaren Grund…naja… Sie erklärte weiter das ihre Werte aber tendenziell sich bessern. Sie bekommt eine invasive Beatmung, aber keine vollständige maschinelle Beatmung. Die Sache ist so eingestellt das die Maschine schon eingreift, aber darauf achtet das es von der Mama einen Atemanstoß gibt. Sie sagte, das es so dramatisch nicht wäre mit der Beatmung. Es gäbe ja noch die Möglichkeit der vollständigen maschinellen Beatmung. Das ist aber gefährlich und machen sie nicht weil es den Patienten (wenn möglich) so einfach „besser“ geht wenn sie wenigstens ein bisschen noch selbstständig atmen.

Ich fand das beruhigend, denn ich fragte mich schon wie die Entwöhnung sein wird und ich kenne das ja noch aus der Vergangenheit….nicht so schön…

Insgesamt fand ich das Gespräch beruhigend, obwohl ich mir trotzdem große Sorgen mache und auch Angst habe.

Ansonsten haben wir ihr erzählt was so seit gestern passiert ist. Auch immer wieder sie gestreichelt und beruhigende Worte zu ihr gesagt. Ich habe mit ihr geredet als wäre sie wach. Viel ist halt nicht passiert aber lustige Dinge wie zB. gestern hat der Toaster den Geist aufgegeben. Ließ sich nicht mehr runterdrücken, die Mechanik hin. Meine Sis und ich sind dann zum T€DI gefahren und haben für 10 Euro einen neuen Toaster gekauft. Passt. Dann noch aktuelle Themen und das ja meine Sis morgen wieder volles Ausbildungsprogramm hat, daß sie von Sonntag auf Montag bei mir übernachtet hat und den ganzen Tag noch da war. So waren wir beide nicht alleine jeder für sich. Ihr Mann arbeitet ja und sie wäre auch alleine heute gewesen. Wäre blöd…

Es gab stressbedingt zwar manchmal kleine Reibereihen, aber wir kommen da zum Glück schnell wieder raus.

Kurz bevor wir dann gegangen sind ist Mama wieder ganz ruhig geworden und hat seelenruhig geschlummert.

Irgendwie habe ich ein gutes Gefühl. Das habe ich eigentlich die ganze Zeit, glaube ich zumindest. Eigentlich fühle ich gar nichts. Ich bin traurig und sehr ruhig, habe keinen Hunger. Ich habe aber kein..wie soll ich das sagen…man hat ja manchmal so eine Ahnung das was schlimmes, oder schlechtes passiert. Ich nenne das immer Knallgefühl. Ich habe das manchmal und dann passiert auch was. Aber das habe ich halt nicht. Ich wünsche mir so sehr das Mama nochmal auf die Beine kommt. Das sie diese scheiß Lungenentzündung überwindet und sie nochmal nach Hause kommt.

Ich weiß nicht was ich fühle…Mama ich habe dich so lieb ♥

 

Krankenhaus

Die letzten Tage ging es Mama immer schlechter. Sie kann nicht schlafen. Sie ist totmüde, aber sie schlief schlecht ein und von durchschlafen konnte auch keine Rede sein. Am Montag bin ich dann am Vormittag zum Hausarzt und wollte nach Schlafhilfen/Schlaftabletten fragen. Dadurch das Montag war, war eine Menge los und ich sollte gegen halb 5 nochmal kommen.

Wieder zu Hause erzählte ich das alles und Mama meinte, sie würde es dann mit der Schlaftablette versuchen und wenn es nicht besser würde, würde sie am Dienstag dann ins Krankenhaus wollen/müssen. Krankenhaus ist das schlimmste für sie, sie wehrt sich immer mit Händen und Füssen dagegen. Aber es hilft ja alles nichts.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr war ich hinten bei ihr im Zimmer und ihr ging es gar nicht gut. Die Müdigkeit und das schwere Atmen war einfach schlimm. Ich machte mir große Sorgen und war ein wenig hilf- und ratlos. Dann sagte sie, es wäre vielleicht besser das sie jetzt ins Krankenhaus will. Ich sagte ihr, das ich kurz davor war den Rettungswagen sowieso anzurufen, weil mir ihr Zustand so gar nicht gefiel. Ich rief dann an und gegen halb 4 war der Notarzt dann da. Durch die Aufregung war die Luft fast ganz weg. Sie konnte nicht mehr atmen und die Rettungsleute taten ihr Bestes. Richtig schlimm war es mit dem Beatmungsgerät. Es ist nicht nur einfach ein Sauerstoffgerät. Das Beatmungsgerät puscht Sauerstoff in die Lunge, aber mit Wiederstand. Ihr Körper ist das nicht gewöhnt und sie rief immer, sie kann nicht nicht atmen!

Nach ein paar langen und beängstigen Minuten ging es aber dann und sie war transportfähig. Wir fuhren dann in die Klinik. Sie hatte auch massiv Wasser in den Beinen und sie gaben ihr erstmal eine Menge Entwässerungstabletten. Sie musste alle 15 Minuten auf den Klostuhl. Sie tat mir so unendlich leid, den schlafen war jetzt wieder nicht an gesagt. Gestern hat sie dann aber keine Tabletten mehr bekommen, zumindest musste sie nicht mehr ständig aufs Klo. Die Beine sind noch dick. Es kommt von ständigen Sitzen und wahrscheinlich hat sie eine Herzinsuffiziens mittlerweile. Der letzte Status des Herzens ist 2 Jahre her und da kam bei der Untersuchung heraus, das sie altersbedingte Kalkflecken an der Herzklappe hat. Naja….2 Jahre her…wer weiß wie das Herz jetzt ist. Wird aber untersucht!

Das schlimme ist eigentlich nicht das Krankenhaus. Schlimm ist das sie ihre Medikamente nicht bekommt, ein anderes Medi ist einer schwächeren Form. Dann so eine übermotivierte junge! Lungenfachärztin die ihr Programm abspulen will und gar nicht auf die Mama einging. Die Ärztin setzte ein CT an und Mama sagte, das dies nicht ginge. Sie kann nicht auf dem Rücken liegen. Die Ärztin winke ab und meinte:“ Doch doch das bekommen wir schon hin“. Das letzte mal beim CT ist Mama fast erstickt! Das interessiert die Ärztin aber gar nicht. Sie will das CT machen, da es ja eine Raumforderung in der Lunge gibt und sie will schauen was es ist.

Mama hat in den letzten Jahre immer wieder ein CT desgwegen gemacht und auch eine Biospie und jedesmal! ist herausgekommen, das die Ärzte NICHT wissen was es ist. Eine undefinierte Raumforderung eben. Warum sollte es nun anders sein? Die wollen ihr Programm durchspülen und gehen NULL auf den Patienten ein. Sie hat nicht mal gefragt wie es der Mama geht!. Sie kam rein ins Zimmer und setzte gleich im Millitärstil an was gemacht werden soll.

Deswegen mag ich „alte“ Ärzte. Die agieren weniger nach Lehrbuch, sondern eher nach Erfahrung. Man muss die Mama nur ansehen und man SIEHT SOFORT das sie gar nichts kann, ausser sich sitzend abstützen um Luft zu bekommen. Null Empathie hat diese junge Ärztin.

Meine Schwester und ich haben auf die Mama eingeredet sie soll nichts an sich und mit sich machen lassen, das sie nicht möchte. Das ist ihr gutes Recht! Sonst lässt sich Mama auch mal überreden, einfach um ihre Ruhe zu haben, aber diesmal ist es anders. Die Angst ist einfach zu groß und gerade was die Raumforderung angeht auch einfach nur eine unnötige Untersuchung. Die Mama ist jetzt palliativ. Es ist wirklich wirklich eng mittlerweile. Wichtig ist das sie nun ein Nicht invasives Beatmungsgerät für zu Hause angepasst bekommt und sie ihre letzte Zeit noch einigermaßen gut leben kann.

Der Arzt auf der Intensivstation hat dies auch angesprochen, was die Mama bisschen lustig fand, denn ich hatte ein paar Tage zu vor mit ihr darüber geredet. Es ist also schon „bekannt“ gewesen. Es kam sogar ein palliativ Arzt auf sie zu und frage ob sie Morphin schon bekäme. Das verneinte sie, denn es ist erst jetzt der Fall das wir die palliativ einschalten.

Seit gestern ist sie auf der normal Station, Lungenstation, und die spulen halt einfach nur ihr allerwelts Programm ab. Dabei sollte doch der Patient relativ individuell behandelt werden. Sie ist kein Lungekrebspatient der nach Schema F ein gewisses vorgesehenes und automatisiertes Behandlungsprogramm durchläuft. Was ja auch ok ist.

Sie hat aber COPD GOLD IV – das ist Endstadium! Da sollte man doch nun nicht das übliche Programm abspulen. Sie soll nur ihr Beatmungsgerät bekommen, die Schulung dazu und alles weitere läuft dann über palliativ. Der Arzt hat gemeint, wenn sie das Beatmungsgerät bekäme, hätte sie durchaus noch ein Jahr.

Ich fahre später wieder in die Klinik. Ich hoffe sie konnte heute Nacht etwas schlafen. Es ist heiss und das ist nochmal mehr schlecht zum atmen für sie. Ich hoffe auch das sie heute besser drauf ist als gestern, nachdem meine Sis und ich nach Hause gefahren sind um ihre Medis zu holen die sie seit Montag nicht bekommen hat. Die wichtigsten Medis im Übrigen!

Schlimm für mich sind die Sorgen. Am schlimmsten ist es für mich wenn ich zu Hause bin. Diese Angst, dass das Telefon klingelt mit einer schlechten Nachricht bringt mich fast um den Verstand.

Ich bin so gespannt wie die Mama später drauf ist wenn ich in die Klinik fahre und ob auch schon Visite war. Welchen Knaller die Ärztin wieder abgelassen hat. Wichtig ist aber Mama.

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