Leben und Tod – der Tanz hat begonnen

Papas Zustand verschlechtert sich zusehends. In der Nacht kamen alle Anzeichen, dass es zu Ende geht. Er sieht Menschen, die nur er sehen kann, er hat Nachtangst, er zieht sich aus und redet nur noch in Symbolsprache.

Am meisten beunruhigt mich bzw. das deutlichste Signal ist – das präfinale Rasseln hat angefangen. Seine Lunge füllt sich mit Schleim. Er kann nicht mehr Husten, allenfalls mal räuspern. Das „Rasseln“ ist mal stärker, mal schwächer. Es sind noch paar Tage, vielleicht, maximal, 2,3 Wochen…er wird sich noch mal aufbäumen…denke ich…wenn das passiert weiß ich sicher das es dann nur noch wenige Stunden, oder Tage sein werden.

Er spürt es selbst auch. Sagt, er gehöre nicht hier her…und andere Dinge in dieser Richtung. Symbolsprache eben…

Horsti hat immer gesagt „Ich muss (hier) weg!“ …

Gleich kommt meine Schwester. Es wird ein Schock für sie und nicht einfach. Weder emotional, noch körperlich. Ich habe kein gutes Gefühl. Was ist, wenn es jetzt richtig schnell geht?, wenn ich heute Nacht einen Anruf bekomme? Am liebsten würde ich nicht fahren wollen. Ich brauche aber Kraft für das was kommt und die Woche war anstrengend. Der Schlafmangel ist mir egal, aber ich fühle mich emotional beansprucht. Ich habe das mit meinem Engel noch in den Knochen…ich schaffe das…ich muss nur einmal richtig Kraft tanken…

Papa, bitte lasse mich dich begleiten, wenn du gehst. Diese dunkle Stunde wird Sis nicht verkraften…

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