Wolfsheim – Kein zurück

Es gibt keinen Weg zurück
Weißt du noch, wie’s war
Kinderzeit, wunderbar
Die Welt ist bunt und schön
Bis du irgendwann begreifst,
Dass nicht jeder Abschied heißt
Es gibt auch ein Wiederseh’n.

Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh’n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh’n.

Es gibt keinen Weg zurück
Es gibt keinen Weg zurück

Ein Wort zu viel im Zorn gesagt
Nen‘ Schritt zu weit nach vorn gewagt
Schon ist es vorbei
Was auch immer jetzt getan
Was ich gesagt hab, ist gesagt
Was wie ewig schien, ist schon Vergangenheit.

Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh’n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh’n.

Ach und könnt‘ ich doch nur ein einz’ges Mal
Die Uhren rückwärts dreh’n
Denn wie viel von dem, was ich heute weiß,
Hätt‘ ich lieber nie geseh’n.

Es gibt keinen Weg zurück
Es gibt keinen Weg zurück
Es gibt keinen Weg zurück

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworfener Zeit
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her
Du willst noch leben irgendwann
Doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her.

Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es gibt keinen Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh’n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh’n.

Ach und könnt‘ ich doch nur ein einziges Mal
Die Uhren rückwärts dreh’n
Denn wie viel von dem, was ich heute weiß,
Hätt‘ ich lieber nie geseh’n.

Dieser Titel ist mir die Tage, wieder mal nach längerer Zeit, in die Hände gefallen. In dieser Woche bin ich wieder sehr betrübt…es ist der letzte Termin im ersten Trauerjahr, der mir so richtig den Boden unter den Füßen wegreisst. Am Samstag haben wir unseren Hochzeitstag. Der Tag ist um ein vieles schlimmer, als unsere Geburtstage…

Als ich damals den Titel das erst mal gehört hatte, hat er mir schon die Tränen in die Augen gejagt…umso „wahrer“ bzw. treffender ist er nun.

Ich habe mir die Tage also den Titel angehört..wieder und wieder. Es ist aber auch etwas wundervolles passiert…etwas seltsames und zugleich schönes…ich hörte mir mehrmals „Kein zurück“ an und danach von David Bowie „Space Oddity“, sein Lied zur Beisetzung. Natürlich versank ich in einem Meer aus Tränen und hatte auch etwas Wein getrunken. Der Schmerz war und ist wieder so allgegenwärtig und heftig. Ich konnte nicht mehr, und nachdem Space Oddity fertig war, knallte ich mein Tablet auf die Couch. Trank einen Schluck Wein und drehte mir eine Zigarette, in Gedanken versunken.

Es dauerte eine Weile bis ich bemerkte, daß mein Tablet ein neues Lied angefangen hatte zu spielen, dabei hatte ich es doch ausgemacht. Schon das erste, das komisch war… Mir viel es also auf und ungläubig schaute ich auf mein Tab. Ich hörte das es David Bowie war und in dem Moment als ich eben genau hinhörte; kam die Textzeile

„There’s a starman waiting in the sky“

und ich bin kurzfristig ausgeflippt. Ich hörte mir den Titel „Starman“ nochmal bewusst an und der Song geht schon los mit „Goodbye Love“… dann war ich zunächst wieder verwirrt, denn ich hatte nicht im Sinn ein Zeichen zu erwarten. Der Text handelt von einem Ausserirdischen..passt also irgendwie nicht so recht…oder doch?

Aber fast gleichzeitig erfüllte mich ein warmes Gefühl und ich sagte nur:“Ich weiß Baby, du wartest auf mich…“

Aller Interpretationen zum Trotz – ich hörte erst den Text bei dieser Starman Zeile und das laut und deutlich, obwohl das Lied ja schon angespielt war…Zufall? Es gibt keine Zufälle…es ist einfach so! Zufälle sind bestimmte Verkettungen bestimmter Ereignisse. Wenn wir „Zufälle“ nun erleben, sehen wir das nicht, sondern nur das was wir als „Zufall“ erkennen, denn es passiert alles dann, wenn es passieren soll..egal ob wir die Verkettung dahinter erkennen, oder eben nicht…so war das nun auch gewesen. Ich sollte nun zu diesem Zeitpunkt diesen „Zufall“ haben und es war toll, seltsam und grausam zugleich.

Ich bekomme seit ein paar Tagen aber schon Botschaften. Es passieren merkwürdige Dinge und ich bilde mir ein, daß ist alles mein Engel. Ich komme nur da drauf, weil es erst in dieser Woche passiert…kurz vor unserem Hochzeitstag…

Unbroken

Was ein Wochenende! Ich habe grade eine Flut der Erkenntnisse..komisches Gefühl. Aber fangen wir von vorne an…

Im freien Fall kann man keine Kräfte sammeln. Ich habe etwas Halt gefunden, aus einer Ecke, die ich nicht auf dem Radar hatte, obwohl es so offensichtlich war. Ich spüre, wie es mir hilft und gut tut. Ich sehe seit dem die Dinge anders. In meinem Kopf platzen zur Zeit etliche (Erkenntnis)Seifenblasen. Schon lustig irgendwie. Es fühlt sich seltsam an.

Am Samstag habe ich dann auch noch einen Regenbogen gesehen. Sogar einen doppelten! Vorderhauszote war gerade zu Besuch und ich erzählte ihm, was es mit den Regenbögen aufsich hat.(vorletzter Beitrag) Erst habe ich traurig darüber gemeckert, daß mein Engel unsere Regenbögen mit genommen hat und nun strahlte ein so schöner im Himmel. Ich erzählte ihm also alles darüber und er antwortete mir: „Ein bisschen Glück wünsche ich dir. Wenn nicht dir, wem sonst!“

Als er gegangen war, überkam mich ein warmes, seltsam schönes Gefühl. Ich merkte, das ich der dunklen Stunden trotzend, mich entspannter fühlte. Ich habe Halt gefunden, ohne es gleich zu merken und dann sehe ich auch noch einen wunderbaren Regenbogen. Ein Stück unseres Glücks. Immer wenn wir einen Regenbogen sahen, wussten wir, es passiert etwas Gutes für uns. So war es nun auch. Ich konnte am nächsten Tag, Sonntag, einen neuen Kunden für mein Geschäft an Land ziehen! Und nun sage mir einer, das ist nur Aberglaube!

Ich bedankte mich bei meinem Engel immer wieder, daß er mich gehört hat und mir einen unserer Regenbögen geschickt hat! Einen Regenbogen, den ich schon lange verzweifelt gesucht habe!

Langsam, aber ganz langsam kehrt unsere Magie zurück. Nur, weil er für mich nicht erreichbar ist, heisst es nicht, daß er nicht für mich da ist. Er hat einen Weg gefunden!

Du hast das Herz und ich habe die Ewigkeit!

Regenbogen20161

 

Das Bild ist leider schlecht, habe es mit meinem Handy aufgenommen, ohne Filter, ohne Nachbearbeitung, ohne alles…der Regenbogen war so kräftig in seinen Farben und sowieso auch größer. Er hatte alle Farben, bis zum violetten und er war sehr breit. Man erkennt auch den zweiten Regenbogen.

Als ich den Regenbogen sah, platzen einige Knoten und es hat mich so erfüllt. Ich grinste den ganzen Tag wie ein Honigkuchenpferd und hatte dieses warme Gefühl…erst spät, sehr spät am Abend fiel ich wieder in dieses schwarze, dunkle Nichts…ich bin jedoch sehr  dankbar für das Stückchen Glück, das kann mir niemand nehmen! Es hilft mir, weil ich weiß, es war unser Ding und es lebt noch!

Danke Baby! Love you!

Die Büchse der Pandora

Du hast mich gezähmt, in jeglicher Hinsicht, ohne etwas dafür zu tun..scheinbar. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht es war einfach so, seit dem ersten Tag. Ich war ein anderer Mensch mit dir. Ich habe nichts vergessen und vieles behalten. Aber meine Dämonen sind ausgebrochen… Alles „niedere“ beherrscht mich.

Es ist/war wie eine Art Befreiung, aber ich habe mich doch niemals gefangen gefühlt!?

Wenn ich mich nun selbst betrachte, gefällt mir nicht was ich sehe. Ich bin tief an meinen Kern gelangt. Ich erkenne nun meine Dämonen. Ich erkenne, das ich sie entfesselt habe. Ich erkenne, daß dies kein Weg für mich ist!

Ich bitte dich jeden Tag um Hilfe. Mir gefällt der Gedanke, daß du mir geholfen hast. Warum sonst fällt mir ausgerechnet gestern auf, daß etwas nicht stimmt, daß mir etwas „Gegenläuft“. Das ich doch gar nicht so bin?!

Es war wie eine Seifenblase. Man sieht sie wie sie schillernd im Winde tanzen und dann macht es irgendwann „Pitch“. In dem Moment wenn sie platzen, versteht man auf einmal. Man erkennt, man begreift. So fühlt sich Erkenntnis an. In dem Moment wenn es „Pitch“ macht, fällt der Groschen….

Ich habe in den letzten Monaten die Büchse der Pandora geöffnet und alle meine Dämonen rausgelassen. Nun will ich sie wieder schließen. Ich will diesem Weg nicht länger folgen. Doch durch welche Tür soll ich gehen? Sie sind alle dunkel. Woher weiß ich, welche Tür die richtige ist, welcher Weg der richtige ist?

Ich sehe eine Witwe. 39 Jahre alt. Sie dreht komplett durch, dreht total ab, ist nicht sie selbst. „So kenne ich dich gar nicht“ hörte sie schon öfter…

Ich sehe eine Witwe. 39 Jahre alt. Sie fühlt sich verloren und ihr Leben besteht nur aus Schmerz. Ihre Sehnsucht wächst…

Ich war heute auf dem Friedhof. Als ich das Grab vom Unkraut befreite, sah ich etwas wunderbares. Ich verstehe es gar nicht. Es wächst ein Rosenstock aus seinem Grab. Ich habe diesen nicht gesetzt, und auch sonst niemand. Es ist nur ein „Stängel“ bisher, aber eindeutig ein Rosenstock. Ich betrachtete ihn verwundert und schaute mich um. Im Winter dachte ich, der trockene Busch hinter seinem Grab wären Rosen, aber da lag ich falsch. Nun sprießt ja alles und es sind keine Rosen… Da sind in der Nähe überhaupt keine Rosen. Rhododendren, Buchsbäumchen und Fuchsien wachsen dort bzw. auf den anderen Gräbern. Rosen verbreiten sich nicht über Flugsamen, oder sowas….denke ich…

Ich schaute mich um und suchte nach einem Grund, warum diese Pflanze aus seinem Grab wächst. Ich fand nichts, es gibt wirklich keine Rosen in der näheren Umgebung. Der kleine Rosenstock sieht auch nicht aus wie gepflanzt. Ich hätte ihn nicht an diese Stelle gesetzt, er wächst etwas am Rand des Grabs, aber auf seinem Grab.

Ich war verwirrt und gleichzeitig erfüllt. Es wächst eine Rose aus seinem Grab! Ich verstehe nicht woher sie kommt, aber ich finde es so toll..so wunderbar…lässt er die Rose wachsen? Ein schöner Gedanke…selbst wenn nicht, woher kommt sie dann? Es gibt keine Zufälle…und doch scheint es so zu sein. Warum ausgerechnet eine Rose…als Unkraut angeflogen? Glaube ich nicht…

Aberglaube – Unser Glück

Wo sind die Regenbögen geblieben?

Mir ist es schon vor Wochen aufgefallen – ich sehe gar keine Regenbögen mehr. Die Regenbögen waren unser eigener Aberglaube. Wir haben sehr oft Regenbögen gesehen, und oft auch doppelte. Jedesmal haben wir uns gegenseitig aufmerksam gemacht, wenn einer einen Regenbogen gesehen hat. Dann gab es einen Kuss und wir wussten, es passiert was Gutes. So war das immer! Ich weiß, Selbstprophezeiung nennt man das, aber es funktioniert eben auch im Positiven. Ich habe jeden Regenbogen ausnahmslos photographiert. Ich habe Hunderte Bilder von Regenbögen…

Es regnet schon wieder viel zu viel im Jahr, was mich dazu brachte meine liegen gebliebenen Dinge auch mal in Angriff zu nehmen. So habe ich schon vor geraumer Zeit mal angefangen, meine Bilder zu sortieren. Dabei ist mir aufgefallen, daß das letzte Regenbogenbild ein Datum aus dem Oktober, vergangenen Jahres, zeigt. Die Monate seiner Pflege bzw. in der ersten Zeit nach seinem Tod, habe ich sicherlich nicht darauf geachtet einen Regenbogen zu finden. Der letzte war im Oktober, und Schatz lag in seinem morphingetränkten Schlaf… Seit Wochen achte ich aber darauf, es regnet ja unentwegt. Ich sehe keinen Regenbogen. Wenn ich zu Hause bin, oder auch wenn ich unterwegs bin, suche ich jedesmal den Himmel ab. Einen Regenbogen finde ich nicht!

Es ist skurril, absurd und unglaubwürdig…es ist jedoch tatsächlich so! Heute regnet es wieder viel, zwischen durch sogar mit Sonne. Eigentlich beste Voraussetzung für das physikalische Schauspiel am Himmel. Der Sonnenwinkel passte. Auch die Uhrzeit passte…so hätte ich heute einen Regenbogen in meinem Wohnzimmerfenster sehen müssen…es ist keiner entstanden…

Baby?… warum hast du unsere Regenbögen mitgenommen?

Heute vor einem Jahr

hatte Schatz einen Termin zum Lungenröntgen. Er hustete schon eine ganze Weile und spuckte Blut,mal mehr, mal weniger. Wir hatten eigentlich keine Vorstellung, oder Ahnung, was dabei herauskommen könnte. Nachdem das Lungenröntgen vorbei war und Schatz zum Gespräch gerufen wurde, hat sich alles verändert. Er kam mit finsterer Miene aus dem Sprechzimmer und sagte nur: „Die Dame hat gesagt, da müsste dringend was gemacht werden…“ Wir machten dann einen Termin für ein Thorax CT…da hatten wir die Bestätigung vom Anfang vom Ende…

Seit ein paar Tagen denke ich daran, wie es war. Seit dem Kranzplatzfest eigentlich, denn da waren wir beide noch letztes Jahr gemeinsam gewesen…jetzt fängt es aber richtig an – was alles vor einem Jahr war!

Ich bin grade nicht in einer Trauerwelle, mir geht es eigentlich gut soweit. Nur…ich weine nach wie vor jeden Tag. Ich kann nichts dagegen machen, manchmal laufen die Tränen einfach so aus meinen Augen. Als ich auf dem Biebricher Höfefest war, vergangenes Wochenende, hatte ich 2 Tage nicht geweint. Aber am Sonntag ich hörte einen bestimmten Musiktitel und da brach es voll aus mir heraus. Plötzlich, ohne Vorwarnung. Es fühlte sich an als hätte ich versucht alles zu verdrängen, was zum Scheitern verurteilt war, denn verdängen ist nicht!  Ich weinte wie schon lange nicht mehr, in dieser Intensität.

Es war wieder einer dieser Abende, an denen ich anfing zu betteln..zu flehen. Ich möchte in deine Arme genommen werden. Du hattest diese besondere Gabe. Wenn jemand verzweifelt war, hast du denjenigen in deine Arme genommen. Deine Flügel um ihn/sie gelegt und es hat geholfen. Du hast immer etwas geflüstert und die Verzweilfelten schienen gelöster zu sein. Und so war es dann auch. Ich brauche dies mehr denn je. Dein sanftes schaukeln, dein Flüstern – das alles gut wird. Nimm mich in deine Arme…

Ich bin in 1000 Foren unterwegs. Trauerforen usw. Alle sagen das gleiche: Es wird besser – es wird leichter und erträglicher – fühle das Gleiche, hab das gleiche Schicksal bla bla bla. Sie meinen es ehrlich und gut, aber mir hilft das nicht. Ich brauche den Trost von dir, so lächerlich es sich anhören mag. Mir fehlt etwas, um dich loslassen zu können. Mir fehlt dein Trost! Mir fehlt der Impuls der mir sagt, daß alles gut wird…

Ich wehre mich mit Händen und Füßen gegen mein derzeitiges Dasein. Ich will nicht, wie es nun ist! Als ich so verzweifelt war, kam Avni vorbei. Ich wollte nicht das er mich so sieht, konnte es aber nicht verbergen. Wir redeten und er sagte.“ Du musst loslassen. Es macht dich sonst kaputt.“ Einerseits hat er ja Recht, auf der anderen Seite versteht er es auch nicht..wie alle…

Er versuchte mir den Trost zu geben, den ich brauchte. Ich fing wieder an zu weinen. Avni zog kurz los, wollte an den Kiosk und fragte ob er gleich nochmal kommen dürfe. Ich bejahte, auch wenn ich eigentlich meine Ruhe haben wollte.. Nach etwa einer halben Stunde klopfte er wieder an die Tür. Er hatte was zu trinken dabei und wir redeten wieder sehr lange miteinander. Der Alkohol half mir meine Gedanken zu verdrängen und ich weiß nicht genau wie es dazu gekommen ist, aber Avni setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. Er küsste mich auf die Stirn und mir ging ein Schauer durch den Körper. Der Rest ist Geschichte….

Bis dann

Wieder schlug das Schicksal zu

Wieder jemand aus dem Bekanntenkreis. Unerwartet. Der Ex-Mann meiner BF ist gestern unerwartet gestorben. Er hat einen Schlaganfall nicht überlebt. Heute hat die älteste Tochter der beiden Geburtstag….schon seltsam, oder? Das ist das, was ich meine…es vergeht kein Jahr, in dem Fall sogar nur ein halbes, das jemand stirbt den man gut kannte, mit dem man lachen konnte und auch mal stritt. Wieder ist jemand aus unserer Mitte gerissen worden und es werden immer weniger..da keimt in einem die Frage, in uns allen, wann bin „ich“ dran?

Am Wochenende bin ich bei BF um ihr den Trost zu spenden, den sie mir hat zukommen lassen. Ob es ihr hilft?, ich weiß es nicht..aber ich bin da für sie, selbst noch in meiner Trauer gefangen. Aber ich bin am nächsten dran, weiß am besten wie es ihr gerade geht, wie sie fühlt…es ist ein Scheiss Spiel!

Meine Trauerwelle ist wieder einmal vorüber, weine trotzdem jeden Tag und vermisse ihn jeden Tag..jede Sekunde…ich habe aber das Gefühl, daß ich meine Stärke und Kraft langsam wieder bekomme. Ganz nach dem psychologischen Muster der Trauerphasen. Ich stürze mich in meine Aufgaben. Ab sofort fahre ich öfter zu meinen Eltern um sie zu unterstützen. Es wird Zeit. Sie sind beide auch sehr, sehr krank und können vieles nicht mehr machen. Sie haben ein Haus mit Garten und da gibt es immer genug zu tun..ich mache das gerne, obwohl das Wort „gerne“ irgendwie falsch erscheint, aber wie schon mal gesagt – sie haben mich ins Leben begleitet und ich begleite sie auf ihrem letzten Weg. Es ist einfach so, es sind meine Eltern! Meine Schwester und ihr Mann helfen auch, aber sind beruflich mehr eingespannt als ich…aber das ist ok.

Das war jetzt nur ein kurzer Eintrag, kann mich hier nicht länger aufhalten. Ich habe im Moment viel zu tun und es bleibt alles liegen.

Bis dann