Bin noch da

Seit meinem letzten Eintrag ist viel passiert. Innerlich und äusserlich kann man sagen. Ich kam nicht zum Schreiben, hatte viel zu tun. Viel Lauferei, meine Wohnung, der Garten. In meinem Kopf hat sich öfter mal ein Loch aufgetan, viele Gedanken, viele Tränen, und eine Erkenntnis.

Es ist ein himmelweiter Unterschied etwas zu „Wissen“ oder zu „Begreifen“. Es ist schwer für mich mein anderes Leben anzunehmen. Ich „akzeptiere“ nicht wie es nun ist. Das ist etwas, das „weiß“ ich eben. Letzte Woche hatte ich eine echte Erkenntnis darüber, daß ich eben seinen Tod NICHT AKZEPTIERE! Es ist schwer zu beschreiben wie es ist, eine Erkenntnis zu haben…man denkt ja, man weiß ja bereits…aber auf einmal tut sich eine Tür auf und man kann hineinsehen. Nun ist es so, ich weiß es jetzt so richtig und habe erkannt, daß ich mir damit selbst im Weg stehe. Erst dann, wenn ich es akzeptiere, kann ich weitermachen, weiterkommen, mich weiter entwickeln. Da liegt der Hase aber im Pfeffer begraben…ich kann es nicht akzeptieren…noch nicht….

Am Wochenende, genauer gesagt am Freitag, waren BF und ich auf dem Kranzplatzfest in Wiesbaden. Dann kam das Unwetter und die Welt ging unter. Das Wasser stieg immer weiter und weiter, der Regen und der Hagel waren brutal heftig. Es war so laut, als stünde jemand neben einem und kreischt einem ins Ohr. Alle Kinder hatten eine Mordsangst und weinten bitterlich. Auch bei vielen Erwachsenen konnte man blanke Angst in den Augen erkennen. Autos, welche parkten, standen im Wasser bis zum Fenster hoch. BF und ich wollten schnell nach Hause und alle Straßen waren überschwemmt. Wir standen bis zu den Knien im Wasser. Eiskaltes Wasser. Hagelkörner so groß wie Murmeln, größer noch, und das Wasser war saukalt. Die Strömung war heftig und beim laufen schwappte es hoch, über die Oberschenkel. Dann wurde es dunkel. Der Strom wurde abgestellt. Stromschlaggefahr. Die Sirenen gingen in der Stadt an. Es war ein unwirkliches Erlebnis.

Die nächsten Tage, denke ich, werde ich öfter zum Schreiben kommen und werde die letzten Tage aufarbeiten. Ich bin ein Schreiberling und so geht nichts verloren, habe ständig einen Blog und einen Stift in meiner Hand um alles fest zu halten.

Bis dann

Die Welt dreht sich zu schnell

Seit ein paar Tagen befinde ich mich wieder in einem Trauertzunami. Ich bin sehr niedergeschlagen und weine oft, was den anderen nicht verborgen bleibt. Neulich, ich war sehr bedrückt, fragte mich Winni warum ich denn traurig sei. Ich schaute ihn entsetzt an und fragte ihn: „Das fragst du mich jetzt im Ernst?“ In dem Moment fiel es dem anderen ein. Achja stimmt ja, tut mir leid – sagte er. Ich war für einen kurzen Moment echt erschüttert. Dann dachte ich mir, ich kann dem ja gar keinen Vorwurf machen…

Wir leben in einer super schnell-lebigen Zeit. Für alle unsere Freunde und Bekannte ist vor gut 4 Monaten ein Freund gestorben, und das Leben der anderen geht eben schneller weiter, als es bei mir der Fall ist. Wir haben alle unsere Leben irgendwie, mit unseren Alltagsproblemen, mit unseren Situationen und mit unserem Überlebenskampf. Da bleibt kein Platz für Trauer. Bei den anderen ist mein Engel bereits nur eine Erinnerung, nichts weiter. Bei mir ist es grausamer Alltag mich mit meiner Trauer auseinanderzusetzen. Nebenher…nebenher zu meinem Überlebenskampf. Meinem Vermieter ist es egal, warum ich die Miete nicht bezahlen kann, oder meinem Stromversorger…denen ist es auch egal. Wenn ich nicht mehr bezahle, klemmen die mir den Strom ab. Ist ja auch verständlich…aber es kümmert niemanden warum ich keine Rechnungen mehr bezahlen kann… (Anmerkung: Ich kann alles bezahlen, darum geht es nicht)

Die Welt dreht sich so schnell das jemand, der gerade in einer Krise ist, ignoriert wird. Es gibt keine Unterstützung, es wird einem keine Zeit gelassen. Man trauert und fühlt sich verloren, überfordert und allein gelassen. Man hat den Kopf nicht frei um sich dem schnellen Tempo der Welt anzupassen. Für einen selbst, steht die Welt still…

Gestorben wird jeden Tag. Es gibt so viele trauende Menschen da draussen, aber es wird erwartet, möglichst schnell wieder im Sattel zu sitzen und loszupreschen. Wenn jemand „zu lange“ trauert, wird er der Mensch schnell abgetan. Er ist dann depressiv, oder suhlt sich nur zu gerne in seinem Selbstmitleid. Ob das stimmt, oder nicht, spielt keine Rolle. In der Gesellschaft wird eine „zu lange“ Trauer nicht akzeptiert. Erst dann, wenn es einen selbst trifft, merkt man wie unbahrmherzig die Gesellschaft ist. Es fällt ein Gehalt, ein Lohn weg und man trudelt unter Umständen schnell in finanzielle Nöte. Als hätte man nicht schon genug Probleme. Von einer regelrechten Existensangst mal ganz abgesehen. Nach einem Sterbefall, des Partners, rutschen viele ins soziale Netz. Dort ist man sowieso Mensch zweiter Klasse. Das macht das Leben nicht einfacher. Dann wundern sich die anderen Menschen, wenn man verbittert wird. Kauzig, verschlossen und bösartig. Es ist nur ein Abwehrmechanismus…jeder hat sein Schicksal zu tragen, aber niemanden kümmert es. Nicht wirklich, nur oberflächlich.

Der Mensch verdirbt, weil es keinen Platz für den MENSCHEN gibt. Klar gibt es TrauerSelbsthilfegruppen..aber mal im Ernst. Wenn es dem einen, oder andern hilft, ist ja alles gut. Wie hilfreich kann aber so etwas wirklich sein?, warum kann nicht jeder Trauernde einen Nutzen daraus ziehen? Weil es eben auch nur eine Mechanik der Gesellschaft ist. Es soll nur dazu dienen, den Trauernden möglichst schnell wieder aufzurichten. Damit er seine Aufgabe in der Gesellschaft erfüllen kann. Der trauernde Mensch ist aber keine Maschine, welche man so einfach reparieren kann. Es gibt kein Allheilmittel, das auf alle gleichermaßen zutrifft.

In Amerika, wo sonst, wird einem eine Trauerzeit von 2 Monaten gewährt. Sollte man danach noch trauern, gilt man als geistesgestört und als depressiv. Kein Witz! Ich habe die Tage einen Artikel darüber gelesen und ich finde, er drückt genau das aus, was ich mir hier niedergeschrieben habe…man hat zu funktionieren..egal wie fest das Leben einem ins Gesicht schlägt.

Fehler im System…

Die letzten Tage, blöde Pfingsten,

waren ein Auf und Ab. Am vergangenem Freitag war Dagmar bei mir. Karl war nicht da, er war zu seinem alljährlichen Treffen gefahren…nach Sondra zu seiner Sylivia. Egal auch. Die Lage war entspannt. Dagmar und ich wollten eigentlich am Freitag weg gehen. Ohne Karl, nur wir zwei. Daraus ist nichts geworden, war aber nicht schlimm. Mich hat wieder eine Trauerwelle getroffen und ich habe es einfach nicht geschafft weg zugehen. Wir waren bei mir zu Hause und hatten einen echt schönen Abend. Rainer war auch die meiste Zeit da und hat sich mal ausgesprochen, wie er die letzten Wochen empfand.

Neue Einsichten traten zu Tage und es hat viel bewirkt. Wir haben viel gelacht und ich habe viel geweint. Ich wollte nicht, aber es ging einfach nicht anders. Es waren Erinnerungen, Dinge die Rainer sagte, Musik die er auf seiner Gitarre spielte. Es hat mich getroffen. Es hat mich berührt…tief innen. Es war trotz allem ein echt schöner Abend. Den Samstag über haben Dagmar und ich die meiste Zeit geschlafen. Gegen Mittag sind wir wach geworden und hatten den gestrigen Abend noch mal analysiert. Gegen Abend ist sie nach Hause gefahren.

Sonntag war ich bei meinen Eltern und am Abend war Avni bei mir. Er hatte eine Flasche Wein mitgebracht und wir haben geredet. Ich mag es mit ihm zu reden. Er ist so ruhig, gelassen, und knallt mir auch Dinge an den Kopf, die andere nicht an- und ausprechen. Aus welchen Gründen auch immer. Er hält mir manchmal den Spiegel vor´s Gesicht. DAS hilft mir. Avni geht durch die Hölle für mich, aber nicht mehr. Gestern sagte er mir das auch. Wir sprachen über seine „Freundinnen“ und über das Alleine sein, ohne festen Partner. Wir scherzten und frotzelten herum und er sagte, er will keine feste Bindung. Ich lachte und antwortete: „Ich weiß das doch“. Er grinste und zwinkerte mich an.

Das Lustige ist halt aber, er macht alles für mich. Er ist für mich da… Gestern Abend hatten wir auch wieder ein sehr schönes Gespräch und er widersprach sich. Er will keine Bindung? Ich auch nicht…. Das ist klar. Ich sehe ihn als meinen großen Bruder, der mich beschützt, auf mich aufpasst und sich um mich kümmert…aber warum flirtet er mit mir? Gestern!,…das hat er gestern getan! Es war eindeutig, nicht so wie sonst, sodaß ich mir denke vielleicht interpretiere ich nur zuviel hinein. Nee Nee, gestern war es mehr als eindeutig! Was soll ich davon halten? Ich mag es mit ihm zu „tanzen“, aber nun weiß ich wieder mal gar nichts mehr. Aber egal auch, ich gehe nicht auf Angriff. Wenn da was sein sollte, soll er den ersten Schritt machen…ich mache den mit absoluter Sicherheit nicht! Ich sende auch keine Signale. Ich bin zu ihm, wie ich immer war…ausser wenn wir „tanzen“, aber das geht ja auch von ihm aus…die Nähe, die Distanz, ich passe mich da nur an. Ich spiele sein Spiel mit, es macht mir eben Spaß…nicht mehr…

Als er gegangen war, kam bei mir wieder eine Flut von Tränen. Nicht wegen ihm. Nicht direkt. Die Gefühle die er bei mir ausgelöst hatte waren so ähnlich wie das Gefühl, als mein Engel und ich offiziell zusammen kamen. Mir hat es mein Herz zerrissen. Wie kann ich auch nur daran denken, daß mit Avni etwas läuft? Die Gefühle sind zu ähnlich und ich kann es nicht. Ich bin nicht bereit für derartige Gefühle. Es geht einfach nicht und er will ja auch gar nichts von mir in dieser Richtung!

Der Gedanke daran hat bei mir diese Heulflut ausgelöst. Ich erinnerte mich an unseren „ersten“ Kuss und diese Erinnerung war so schön und so schmerzhaft zugleich. (Horsti)

So… Es geht nicht. Ich werde sicherlich irgendwann einen anderen Partner haben. Aber nicht jetzt. Noch lange nicht. Es ist alles noch so frisch und mein Herz ist verschlossen und kalt. Auch wenn Avni es schafft Gefühle in mir zu wecken. Aber das sind nur Momentaufnahmen, ohne Bedeutung. Es beschäftigt mich für ein, zwei Tage. Meist nur für ein paar Stunden. Avni ist mir so nah, am nächsten Tag ist er wieder distanziert. Ich tanze mit ihm und es macht mir Spaß. Aber für mehr ist da kein Platz. Auch wenn ich darüber nach denke…ich bin nicht bereit. Tief im Inneren bin ich nicht bereit.

Mir sagen alle es wird einen neuen Partner irgendwann geben. Ich werde diesen Mann nicht so lieben, wie ich dich liebe. Es wird aber eine andere und auch tiefe Liebe sein. Das sagen mir auch alle…

Die Frage ist nur: Will ich das überhaupt? Fakt ist, ich will nicht alleine sein. Werde ich mich nun selbst irgendwann belügen, jemanden „lieben“ nur um nicht alleine zu sein? Wie tief kann eine neue Liebe gehen? Wir waren das Ying und Yang und so Vollkommen. Selbst mit einer neuen Liebe, selbst wenn diese ehrlich ist, werde ich unvollständig bleiben. Davor habe ich Angst…

Ich denke recht häufig darüber nach. Darüber, daß ich nicht alleine sein will. Ich gehe mir manchmal selbst damit auf die Nerven. Die Welt dreht sich eben nun mal weiter und ich hadere der Dinge die noch kommen.

Trauer kommt in Wellen und nicht in Phasen. Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz, die Narben der Seele erhalten die Erinnerung.

Bis dann

 

Düstere Gedanken, aber HEY That´s Life

Der Tod begleitet mich mehr, als andere Menschen. Aber warum? Ich bin in Afrika aufgewachsen. Als Kind habe ich den Tod schon oft gesehen. Als Kind begreift man es aber nicht. Man denkt nicht darüber nach. Meinen ersten Toten, den ich kannte, war ein Freund meines Vaters. Ich war 8, oder 9, vielleicht auch älter, ich weiß es nicht mehr, und er ist an Lungenkrebs gestorben. Hat nie geraucht. Ich habe es nicht begriffen. Er war halt einfach nicht mehr da, und er war so lustig. Es hat mich nicht bedrückt, konnte damit nichts anfangen. Ein paar Jahre später ist wieder jemand gestorben, den ich kannte. Da hatte ich das erste mal das Gefühl von Trauer. Ich weiß noch wie ich um ihn geweint hatte. Auch ein Freund meiner Eltern. Ich weiß nicht mehr wie alt ich da war. Aber ich habe begriffen was es bedeutet!

Während meiner Schulzeit in Afrika sind auch Menschen gestorben. Klassenkameraden, Leute eine Stufe höher, alles Leute die ich kannte, mit denen man was zu tun hatte. Da war ich um die 14 denke ich. Als ich 16 Jahre alt war, sind wir nach Deutschland zurück gekehrt. Dann war eine Weile Ruhe. Ich bin zwar hier in die Schule gegangen, aber hier läuft alles etwas anders. Ich kannte die erste Zeit ja niemanden und habe mich nur um mich gekümmert, nebst Familie eben. Irgendwann starb mein Opa. Ich war traurig, aber nicht so sehr irgendwie. Ich hatte meinen Opa ewig nicht mehr gesehen. Jahre nicht mehr gesehen. Die Verbindung war nicht eng…es hat mir aber sehr leid getan…

Irgendwann ging es richtig los. Seitdem ich Anfang 20 bin, sterben Leute in meinem Umfeld. Menschen, mit denen ich eng zu tun hatte und Menschen die ich nur flüchtig kannte. Ein Freund sagte vor ein paar Jahren mal: „Man sollte seinen schwarzen Anzug nicht zu weit hinten im Schrank vergraben.“ Makaber, aber wahr!

Im Schnitt ist alle 1 bis 2 Jahre jemand gestorben. Ich weiß gar nicht, auf wie vielen Beerdigungen ich war… Unser Freundeskreis dünnt sehr aus in den letzten Jahren. Auch ich selbst, bin dem Tod schon von der Schippe gesprungen. Aber er ist immer da, er ist immer bei mir. Aus Unterhaltungen mit anderen habe ich erfahren, daß die meisten Menschen bei weitem nicht so viele Tote zu beklagen haben. Die Eltern, die Großeltern maximal. Der ganz normale Gang eben. Aber das ich jemanden getroffen hätte, der fast jedes Jahr einen Toten zu beklagen hat – Nein…da bin ich in der Tat ein Einzelfall…

Ich bin ein Lebensbejahender Mensch, lache gerne und viel. Aber die andere Seite in mir ist düster…warum begleitet mich der Tod mehr als andere Menschen? Warum ist er immer in meiner Nähe. Abgesehen davon, daß ich ihm schon entkommen konnte, kommt er mir sehr nah. Mein Ex, mein bester Freund, Bienschen, ist gestorben vor 5 Jahren. Ich habe 4 Jahre lang um ihn getrauert. Vor 4 Monaten ist meine Seele gestorben…2 Menschen mit denen ich sehr sehr eng verbunden war. Mit meinem Engel noch viel mehr…

Manchmal fordere ich den Tod heraus. Es ist nichts risikohaftes, oder so. Manchmal denke ich mir aber, wenn ich unter einem Kran laufe, daß dieser doch umfallen möge und mich unter sich begraben soll. Sowas in der Art, ein dummes Unglück eben, wie es so passiert. Ich bin dann enttäuscht, wenn der Kran nicht umfällt. Ich kenne mein Schicksal nicht, ich weiß aber, daß ich noch nicht dran bin. Ich habe noch Aufgaben im Leben zu erfüllen, daran kann auch Gevatter Tod nichts ändern.

Meine Eltern sind beide sehr krank und es dauert nicht mehr lange, da werde ich mich um sie kümmern müssen. Ich mache das gerne, es sind ja schließlich meine Eltern! Sie haben mich ins Leben begleitet und ich begleite sie auf ihrem letzten Weg. Ich wünschte natürlich, es würde noch dauern…vielleicht sind es noch 2, oder 5 Jahre, aber keinesfalls mehr als 10 Jahre. Seit etlichen Jahren habe ich das Gefühl aus der Trauer nicht mehr rauszukommen. Es sind einfach zu viele Menschen, die ich kannte, die ich mochte, die mir was bedeutet haben…

Ich lache viel und bin ein positiver Mensch, aber wenn ich es zulasse, zereisst mich was ich bisher erleben durfte…nur warum ist das so? Warum ist der Tod immer in meiner Nähe? Was hat das zu bedeuten?

Mein Engel und ich teilen nicht den Grabkult. Es ist irgendwo lächerlich. Jeder rennt auf den Friedhof, um die leere sterbliche Hülle zu betrauern, dabei ist doch die Person gar nicht da. Sie ist überall, wo man sie spüren kann. Zu Hause, an schönen gemeinsamen Orten, im Herzen..aber nicht dort auf dem Friedhof…gebunden an sein Grab.. Trotzdem gehe ich auch auf den Friedhof, wohlwissend das er ja gar nicht da ist…nicht dort! Der Friedhof macht aber einem mehr als bewusst, wie vergänglich alles ist. Es zwingt einem zu Gedanken seinen eigenen Tod an sich ran zu lassen. Wie will ich beerdigt werden?, ist der banalste Gedanke dazu. Mir ist es mehr als egal, denn wenn ich irgendwann auch mal diesen Planeten verlasse, interessiert es mich doch nicht mehr, was mit meinem Körper passiert. Er gehört mir dann nicht mehr, brauche ihn nicht mehr und es spielt für mich auch keine Rolle mehr. Der Grabkult dient nur den Angehörigen…eine teure Angelegenheit ist es dazu…

Es ist seltsam…was will der Tod von mir? Er weiß doch wann ich dran bin…soll er doch jemanden anderes auf die Nerven gehen…. C´est la vie

Bis dann

 

 

Life Was So Different This Time Last Year

Heute Vormittag war ich im Garten. Ich habe die restlichen Pflanzen rausgestellt, gekehrt und sauber gemacht, Unkraut gerupft und auch die Gartenmöbel raus gestellt, nachdem ich diese erstmal gründlich sauber gemacht hatte. Je länger ich im Garten war und dort herum werkelte, desto mehr kam ein seltsames Gefühl in mir hoch. Meine anfänglich gute Laune kehrte sich in ein melancholisches, dumpfes Gefühl um.

Ich ging rein, in die Wohnung, und wollte was trinken. Mein Kopf war leer. Dachte die ganze Zeit an gar nichts, auch nicht dann, als ich im Garten alles machte. Ich zündete mir eine Zigarette an und ging wieder raus. Am Türrahmen blieb ich stehen und lehnte mich an selbigen an. Der Garten sieht gut aus. Sauber, aufgeräumt und eigentlich sieht er aus wie in jedem Jahr. Aber irgendwas stimmt nicht.

Der Wind strich durch die Bäume, eine Amsel stocherte in der Wiese herum und die fleißigen Bienchen sind auch schon unterwegs. Der Garten sieht aus wie immer, aber es stimmt einfach was nicht. Meine Augen füllten sich mit Tränen und beim ersten Lidschlag lief mir eine Träne über die Wange. Ich setzte mich auf seinen Stuhl, auf seinen Platz. Da wo er eben immer saß und sah mir den Garten aus einem anderen Blickwinkel an. Der Garten sieht aus wie immer. Es ist so schön und so ruhig in unserem Garten. Das mein Engel fehlt ist klar, aber es ist etwas anderes, das nicht stimmt. Es ist ein diffuses Gefühl. Der Garten mag ja aussehen wie immer, aber er tut es einfach nicht. Er sieht anders aus, aber nur in meinen Augen…

Ich bin aber froh, daß ich heute es endlich geschafft habe, den Garten sommertauglich zu machen. Ich neige in letzter Zeit dazu, die Dinge auf die lange Bank zu schieben. Mir ist auch aufgefallen, daß ich gar nichts mehr mache. An allem, an dem ich Spaß hatte, mache ich heute nicht mehr. Ich habe dauernd und viel gehäkelt, gestrickt, oder gebastelt und dekoriert. Schatz fand das immer toll und ist manchmal so ausgeflippt (positiv), weil ich so tolle Sachen gehäkelt habe, oder weil ich immer alles so toll dekoriert habe usw. In der Zeit seiner Pflege konnte ich ja nicht häkeln. War auch nicht schlimm..aber nun denke ich manchmal darüber nach – ich könnte ja mal wieder was machen. Aber ich habe keine Lust dazu. Ich schaue mir meine Nadeln an, meine Wolle und denke mir nur – für was, für wen, warum überhaupt. Meine Nadeln sind mir fremd geworden.

Auch mein PC läuft nicht. Er läuft nur zum Arbeiten…dann auch nur der Laptop um genau zu sein. Aber mein PC, mein Tower, mein geliebter Rechner steht seit Monaten still. Er ist nicht mal angeschlossen. Seit Wochen rede ich darüber, daß ich ihn mal anschließen muss. Ich gehe in mein Büro, sehe meinen Rechner an und gehe wieder ins Wohnzimmer. Schatzi und ich sind oft am PC gehangen. Im Winter. Im Sommer waren wir immer draussen in der Sonne, waren viel unterwegs, hatten Spaß zusammen. Abends dann wieder PC, nebenbei zum fernsehen meistens. Er hat die meiste Zeit Poker gespielt. Ich hin und wieder auch, aber meine Passion war das RIFT. Ein MMORPG… aber es reizt mich nicht.

In letzter Zeit zwinge ich mich auch zum putzen. Bei mir ist es immer ordentlich, da lege ich Wert drauf, aber es fällt mir zunehmend schwerer. Mein Schlafbedürfnis ist irgendwie gestiegen. Ich bin immer ein Frühmensch gewesen, spätestens um halb 8 war ich wach. In letzter Zeit drehe ich mich um, denke mir – für was – und schlafe bis 10 Uhr weiter.

Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, oder sie sind bei mir, oder ich bei ihnen, oder was auch immer – lache ich viel. Es ist alles super, alles gut, und ich bin auch nicht faul. Aber wenn ich alleine bin, mache ich gar nichts. Mir fehlt der Antrieb, die Motivation, mir fehlt ein Grund etwas zu tun…nur für mich? Ich brauche das alles nicht…nicht mehr…wozu denn auch… Ich gehe meiner Arbeit nach, mache meinen Führerschein, halte meinen Haushalt ordentlich. Aber das war es auch…ansonsten mache ich nichts mehr, an dem ich mal große Freude hatte, mache nichts mehr, das mich entspannt hat. Ich mache rein gar nichts mehr von den Dingen, die ich letztes Jahr noch getan habe.

Ich renne auch nicht mehr ständig in die Stadt runter. In meinem DM Laden waren wir alle per DU und es war immer toll da reinzulaufen, den neuesten Klatsch zu hören usw. Wenn ich nun was brauche, dauert es Tage bis ich mich aufraffe um in die Stadt runter zu gehen. Es ist sogar so, daß ich es nur mache, wenn ich es mit etwas verbinden kann das ich zu erledigen habe. Früher war mir das egal. Ich bin wegen jedem Furz runter in die Stadt..

Wenn ich meinen Führerschein endlich habe, gebe ich auch meine Selbstständigkeit auf. Ich suche mir einen „normalen“ Job. So langsam steige ich in ein ganz anderes Leben ein. Ich will das nicht…ich will mein Leben zurück, das ich hatte. Veränderungen sind gut. Ohne Veränderungen kann man sich nicht weiter entwickeln. Aber mit dieser Veränderung komme ich nicht zurecht. Es haut nicht hin. Ich will nicht ICH sein!

Life was so different this time last year…

Beim Optiker

Es geht immer einen kleinen Schritt weiter. Heute hatte ich den Termin beim Optiker. Ich brauche eine neue Brille um den Sehtest zu bestehen. Meine Sehleistung ist Ausgezeichnet, meine Achsen haben sich aber weiter verschoben. Ich habe ja seit dem ich 24 bin eine Brille. Ich ziehe diese nie auf, ausser zum Fernsehen manchmal, zum arbeiten am PC und eben eigentlich zum Autofahren…ich bin nicht eitel, oder so, aber keine Ahnung warum ich es nicht so mit der Brille habe…

Wie auch immer, ich wollte es so günstig wie möglich..ich ziehe die Brille ja eh nicht ständig an. Die Billigmodelle haben mir nun aber so gar nicht gefallen. Ich habe mir dann eine aus dem mittleren Preissegment ausgesucht. Eine ESPRIT Brille, weiße Bügel, dunkelblau im Rest. Nerdstyle, aber nicht übertrieben, kostet 89 Euro. Geht eigentlich auch noch. Als sie mir dann aber die Gläser beschrieb, musste ich schlucken. Natürlich mussten es welche von Zeiss sein, entspiegelt usw. Ist ja wichtig… Sie bot mir zuerst Gläser an, welche PRO Glas 126 Euro hätten kosten sollen. Das ist entschieden zuviel! Die nächst´ günstigere Variante, nicht TOP entspiegelt, aber immer noch super, beläuft sich auf 86 Euro PRO Glas. Naja das habe ich mir dann aufschwatzen lassen.. Sicherlich gäbe es auch gute entspiegelte Gläser von einer anderen Firma, aber mir war das dann zu müßig.. 261 Euro für eine Brille? Naja gut, ok…passt schon…

Ich habe auch im Internet mal rumgeschaut, aber die Brillen die mir gefallen, kosten alle nicht grade nur 10 Euro. Man sollte sich ja nun schließlich auch wohlfühlen mit der Brille…was mir gerade mehr Sorgen bereitet ist die Tatsache, daß es eben 261 Euro sind. Mein Geschäft läuft verständlicherweise im Moment nicht optimal und da ist so eine Summe doch etwas … sagen wir mal …blöd… aber ich bekomme das hin… so schlimm ist es nun auch nicht. Gegen Ende der Woche ist die Brille bereits fertig und ich kann dann endlich auch den Sehtest machen für den Führerschein…

Gestern Abend hatte ich einen echt schönen Abend. Vorderhauszote war bei mir und wir tranken gemütlich ein Bier. Ich bin ihm etwas zugetan, aber eine Bindung möchte ich mit ihm nicht eingehen. Dennoch vermag er es immer wieder, mich zu verwirren. Er sagt gewisse Dinge, aber nur wenn wir alleine sind, und seine Körperhaltung spricht manchmal eine andere Sprache. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll…aber es gefällt mir. Wie schon mal erwähnt, ich mag es mit ihm zu „tanzen“. Mal die Nähe, mal die Distanz, mal ist alles anders als gedacht und mal ist es deutlich vorhersehbar. Es war ein richtig schöner Abend. Er hätte mich fast zum fliegen gebracht gestern…ich weiß nicht wie er denkt, aber egal, oder uninteressant bin ich ihm nicht, soviel steht fest. Wir kennen uns eben auch schon ewig und er hat sehr viel Respekt. Ich bin die Frau, nun Witwe, von seinem „Onkel Hotte“… und es sind eben auch erst knapp 4 Monate… ich forciere auch nichts, mir macht das spielen Spaß…und ihm auch! Wenn ich es ganz nüchtern betrachte, finde ich es gut wie es jetzt ist. Avni ist für mich da, anders als die anderen. Er ist in der Tat wie ein großer Bruder für mich, auf den ich mich verlassen kann. Das ist ein echt schönes Gefühl. Auch wenn wir jetzt nicht sooo viel mit einander zu tun haben, ist er aber derjenige, dem ich emotional am meisten verbunden bin. Mittlerweile kommt er jeden Tag zu mir. Sonst haben wir, ich, ihn nur alle paar Tage mal gesehen..aber seit einer Woche etwa, kommt er jeden Tag..

Was meine 2 besten Freunde angeht, da läuft die Baustelle noch. Es ist alles geklärt, eigentlich, aber etwas brodelt auch noch. BF ist hoffnungslos in Geisenheimer verliebt und setzt alles dran, daß es auch klappt. Ich weiß aber von Geisenheimer, daß er kein Interesse an BF hat, schürt aber Hoffnungen in ihr. Finde ich nicht richtig.. Sie wollte mit ihm reden, das gewisse Dinge einfach nicht so gehen..das es verletzt, unangebracht ist usw. BF ist keine Spielerin, sie kann mit sowas nicht umgehen. Wenn es nicht fruchtet, was sie ihm erzählt, bin ich wieder die Vermittlerin. Ich möchte nicht, daß sich alles verläuft..ich setze alles daran, daß wir wieder unbefangen Spaß haben können, ohne das irgendwas komisch ist, oder das man aufpassen muss, was man sagt… Es ist eine psychologisch, diplomatische Arbeit, aber mir macht es Spaß. So war es eben immer bei uns. Zu uns kamen sie alle, wenn sie ein scheinbar unlösbares Problem mit sich trugen…aber erst mal sehen. Vielleicht schaffen die beiden es auch untereinander…wäre schön.

Bis dann

 

Magischer Moment beim Erste Hilfe Kurs

Das Wochenende stand vor der Tür. Ich hatte aber diesmal andere Prioritäten und es hat auch funktioniert. Trotz den Überredungskünsten meiner Freundin. Am Freitag bin ich gegen Mittag zu BF gefahren. Ich erklärte ihr, daß sie dieses (ihr freies) Wochenende nicht bei mir schlafen könne, denn ich wollte am Samstag um 7 Uhr aufstehen. Spätesten um 10 Uhr würde ich auch alle Leute, sofern bei mir welche kämen, auch rausschmeissen, am Freitag. So war mein Plan… Gegen 3 Uhr kam Geisenheimer auch zu ihr und wir machten dann los zu mir.

Das Ding war, jetzt am Wochenende war ein Festival in Geisenheim. Eine Menge Bands spielten, Eintritt war frei. Wir wollten da eigentlich alle hin, aber da ich letztes Wochenende schon verpennt hatte, wollte ich nun dieses Wochenende endlich meinen Weg weiter fort führen. Es geht um den Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein…

Wir sind also zu mir gefahren. Dort wollten die beiden etwas Vorglühen, ich machte mit, und dann weiter nach Geisenheim. Tja…gegen Abend kamen paar Leute zu mir und wir hatten ein gemütliches Zusammensitzen bei mir..entspannt lustig fröhlich, wie man es bei mir eben kennt am Wochenende.. Gegen halb 10 drängelte BF dann rum und Geisenheimer und sie sind dann auch gefahren. Ich war gut drauf, es waren Leute da und ich wollte nicht die Party sprengen, also habe ich eben weiter gefeiert. Otto war da, Koko, Micha, Rainer und Avni. Die Jüngste Tochter von BF kam auch vorbei und auch ihr Freund. Es war ein saulustiger Abend. Ab Mitternacht schaute ich immer wieder auf die Uhr und dachte mir – Och man…du musst um 7 Uhr morgen aufstehen…

Aber war nicht weiter wild. Nach und nach gingen meine Gäste und um halb 3 Uhr in der Nacht machte sich auch die Jüngste auf den Weg. Ich bin ohne Umwege ins Bett gefallen, nachdem ich erst aufgeräumt hatte. Ich hasse es in der Früh aufzustehen und es sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen..geht nicht…gegen 3 Uhr dann eher, habe ich geschlafen. Oder so. Ich habe nicht richtig geschlafen, eher gedöst, ach keine Ahnung. Ich wachte am Samstag kurz vor 7 Uhr auf. War schlagskaputt und stellte den Wecker auf halb 8 Uhr. Schaffe ich – dachte ich mir. Schlief aber nicht mehr ein, weil ich immer im Hinterkopf hatte, daß der Wecker ja gleich klingelt. Um viertel nach 7 bin ich dann hoch. Erstmal einen Cappuccino, dann schnell fertig machen. Pha, von wegen schnell. Ich hatte mehrmals den Gedanken im Kopf, heute nicht zum Erste Hilfe Kurs zu gehen. Dann überlegte ich aber auch, daß ich das sowieso schon seit Wochen vor mir her schiebe, ich nächsten Samstag nicht kann und das Wochenende drauf auch nicht..also wenn nicht heute, wann dann?

Also los…Pünktlich um halb 9 Uhr war ich vor Ort. Der Tag hat sich gezogen, war aber stellenweise ganz lustig. Der Kurs sollte bis halb 5 gehen, aber der Kursleiter hatte nicht mehr so die Lust nach dem Mittagessen, sodaß wir gegen 4 Uhr fertig waren. Ich bin dann nochmal kurz durch die Stadt, dann Heim. Ich habe meine Bescheinigung – nur das zählt. Ich war kaputt, aber richtig. Den Tag über ging es eigentlich, war fit, alles war gut. Aber als ich wieder zu Hause war, kam der tote Punkt wieder und das heftig. Ich habe mir was zu Essen bestellt, denn bei aller Liebe – ich hatte Hunger, aber keine Lust zu kochen.. Später am Abend kam Vorderhauszote vorbei, blieb aber nicht lange, denn er sah, ich war fertig mit der Welt und wollte meine Ruhe haben.

An dem Kurstag ist mit was passiert…ich hatte Gänsehaut, Schauer, die mir über den Rücken liefen, mir war gleichzeitig heiss und kalt…und es ist keine Einbildung gewesen und auch war nicht der Wunsch Vater des Gedanken…ich habe damit im Leben nicht gerechnet, geschweige denn, sowas erwartet…

Am Kurstag hatten wir gegen 14 Uhr nochmal eine Pause. Ich wollte erst im Schulungsraum bleiben, habe ich mich dann aber doch entschieden eine rauchen zu gehen. Ich stand vor dem Gebäude auf dem Bürgersteig, rauchte meine Zigarette und schaute halt dumm in der Gegend rum. Vom Bahnhof aus kam ein Typ hochgelaufen. Ich sah ihn schon von der weiten, sah erst kurz hin, wie man es eben so macht, wenn man dumm in der Gegend herumschaut. Kaum erblickte ich diesen Typen aber, schaute ich wieder hin. Er war noch ein ganzes Stück entfernt, aber ich fing an ihn ab zu scannen. Er hat den gleichen Gang wie mein Engel!?, dachte ich mir und schaute noch genauer hin.. Tatsächlich! Er hatte den gleichen Gang, den gleichen Schlenker in seinem Gang und die Beine „passten“ auch. Er sah von der Weiten aus wie mein Schatz, original, zum verwechseln gleich! Hände in der Jackentasche, gemütlich eine leichte Steigung hoch marschierend… Ich drehte mich rum und dachte mir nur – das gibt es doch nicht! und zog entspannt an meiner Zigarette.

Ich drehte mich wieder herum, in Richtung des Typs und er kam näher. Ich bemühte mich, ich hoffte ich tat es nicht, ihn nicht anzustarren. Der Bürgersteig ist nicht sehr breit und er ist relativ nah an mir vorbei gegangen. Das gab mir die Gelegenheit sein Gesicht genau zu sehen. Er hatte eine Sonnenbrille an, also konnte ich seine Augen nicht sehen. Seine Kinnpartie, seine Lachfalten, seinen Mund, die Form seiner Lippen, die Wangenknochen, es sah aus, als wäre es mein Baby gewesen! Ich war brutal skeptisch, habe aber alle Bilder von dem Typ abgescannt und die brannten sich in mein Gehirn ein. Es gab natürlich frapierende Unterschiede. Er war kleiner, als mein Schatzi, seine Haare waren kürzer, nur bis zur Schulter, und seine Haare waren Pechschwarz. Mein Engel hatte wesentlich hellere und längere Haare, Dunkelblond.

Aber es passte alles andere. Sein Gesicht, seine Figur, die Art und Weise wie er ging…es war ein Doppelgänger! Ich höre schon seit ein paar Jahren immer mal wieder, daß jeder Mensch im Schnitt 7 Doppelgänger auf der Welt hat. Ich weiß, daß von Rainer hier ein Doppelgänger rumläuft und sogar von mir. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß von jemand weiteren, den ich kenne, auch ein Doppelgänger hier in Wiesbaden herum läuft? Ziemlich unwahrscheinlich…aber es war so gewesen…Wiesbaden ist nicht groß, man trifft immer die gleichen Gesichter, aber dieser Typ ist mir noch niemals vorher begegnet..wäre mir aufgefallen, mit Sicherheit.

Wie auch immer, ich weiß bis heute nicht wie ich darüber denken soll. Ich möchte diesen Typen auch nicht wiedersehen. Nur weil er aussieht wie mein Engel, heisst es nicht, daß auch sein Charakter so ist….Aber eines war mir relativ schnell klar..diese Begegnung sehe ich als eine Art Zeichen. Als ein postives Zeichen. Ich mache den Erste Hilfe Kurs für meinen Führerschein und prompt läuft „mein Baby“ an mir vorbei…ich bin ständig draussen unterwegs..Termine, nur mal so, das Wetter genießen, dumm in der Gegen rumstehen..aber sowas ist mir noch nicht passiert..und mir passiert viel in dieser Richtung…seltsame Dinge eben, aber egal hier…

Aber das hat mich sehr beeindruckt…halte es nicht für möglich und traue meinen Augen nicht..aber es war einfach so gewesen..Hammerhart einfach..seltsam und aufregend. Ich habe nach Unterschieden gesucht, als ich ihn mir ansah, denn es kann ja nicht möglich sein. Aber sein Erscheinungsbild war genauso wie das meines Engels. Auch die Sonnenbrille hat gepasst – er sah einfach so aus! Wie kann man das nur beschreiben? Es war wahnsinn…es war unglaublich. Es war eben ein Zeichen! Warum muss der Typ ausgerechnet dann hier lang laufen, wenn ich draussen stehe? Warum ist er mir vorher nie aufgefallen..ich bin oft in der Ecke..ich hätte ihn mal sehen müssen vorher..zumal wir ja schon Doppelgänger kennen und immer Ausschau hielten, wen wir noch so treffen…

Am heutigen Montag war BF bei mir und sie erzählte mir nochmal ausführlicher, wie sie das Wochenende mit Geisenheimer verbracht hat. Es war ein tolles Wochenende, ich hätte ja soviel verpasst. Es stört mich nicht weiter, es gibt andere Dinge zur Zeit, die mir einfach wichtiger sind…das nächste Wochenende wird wieder ruhiger für uns alle, Dagmar muss arbeiten und Karl hat auch Wochenenddienst….

Bis dann