3 Monate

Heute ist der 10. April und es ist ein Sonntag! Heute sind es 3 Monate, als mein Engel sich von mir lösen musste. In diesen letzten 3 Monaten ist soviel passiert. Im ersten Monat habe ich mich nur um Behördengänge gekümmert, die Beerdigung, Familie…dann danach bin ich durchgedreht. Freundschaften, die seit Jahren bestehen, haben sich in der kurzen Zeit unglaublich gefestigt, und genauso schnell wieder aufgelöst. Ich habe nur Mist gemacht…weil ich durchgedreht bin. Ich habe zuviel Alkohol getrunken und zu viel geraucht und wollte mich an die Wand fahren. Es war, als wollte ich mich umbringen, aber nicht im klassischen Sinne. Trotz des Spaßes, wollte ich mich zerstören, ungeachtet allem anderen. Aber nun ist ja so einiges passiert, das mich zu einem STOP angeregt hat. So ist mein Weg nicht..das weiß ich auch..das wusste ich die ganze Zeit..das ist jetzt auch vorbei!

Ich besinne mich wieder zu dem, wie ich eigentlich bin, wer ich bisher war. Ich muss endlich damit leben lernen, daß er nicht mehr da ist. Ich muss „aufräumen“. In meinem Kopf und in meinem Leben und ich muss die Fehler korrigieren, die ich begangen habe. Das wird nicht von Heut auf Morgen passieren, aber ich arbeite dran. Für meinetwegen…für ihn…

Ich bin krank. Ich habe mir eine Erkältung eingefangen. Ist zwar richtig blöd, aber wunderbar zum Entgiften. Das Wochenende war eh ruhig. Dagmar habe ich nicht gesehen und ich war am Freitag mit Karl was Essen, dann Billard spielen, dann wieder nach Hause. Jeder für sich. Samstag habe ich im Garten angefangen. Habe den Efeu zurück geschnitten, den Pavillion aufgebaut, meine Pflanzen kontrolliert und Unkraut entfernt. Als ich mit allem fertig war, rauchte ich eine Zigarette. Ich saß im Garten auf der Treppe und fing an zu weinen. Mir kamen 1000 Erinnerungen in den Kopf…wie es war, als mein Baby und ich gemeinsam den Garten fit gemacht hatten für den Sommer. Unsere Grillpartys, unser nur gemütlich im Garten sitzen..nur wir zwei…

Ich bemerkte nicht, daß auf einmal Karl hinter mir stand. Ich wischte mir schnell die Tränen aus den Augen und begrüßte ihn herzlich. Er sah mich an und sagte nur: „Ich weiß Schätzchen…“ Als er das sagte, brach ich wieder in Tränen aus. Er nahm mich in den Arm und sagte: Ich vermisse ihn auch. Ich antwortete: Du hast keine Vorstellung! Er drückte mich ein wenig fester und ich beruhigte mich wieder. Ich fragte ihn was so anliegt. Er meinte nur: Nichts, er war bei seiner Mutter, die wohnt ganz in der Nähe, also wollte er auch kurz bei mir vorbei schauen. Nach einer Weile ging er dann wieder. Sonntag, also heute, bin ich zu meinen Eltern gefahren. Es war ein schöner Tag, wie immer eigentlich. Mama kocht lecker und das hat gut getan. Ich esse ja entweder nichts, oder nur Dreck, obwohl ich immer öfter auch mal was richtiges koche. Aber vielleicht nur ein, zweimal in der Woche…das ändere ich auch…ich habe so zugenommen, wegen dem Alkohol und dem Dreck den ich esse. Ich gefalle mir nicht und ich weiß, mein Engel hätte auch schon längst gemeckert.

Morgen ist Montag. Es gibt einige Baustellen, die es abzuarbeiten gilt. Es wird Zeit Mädchen…es wird echt Zeit…

Bis dann

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