Anstrengend aber guuut

Das Wochenende habe ich überlebt..es war noch anstrengender als das letzte Wochenende, aber auch ungleich spaßiger, lustiger, schöner..besser… Freitagnachmittag habe ich mich bereits „abgeseilt“ und war nur unterwegs. Weiß gar nicht mehr genau wo alles…war Billard spielen und auch in einem Club..glaube ich… Am Freitag mit Karl. Am Samstag habe ich erst meine „Pflichten“ erledigt, zwar auch nur im Schnelldurchlauf aber ich habe sie gemacht und war dann noch bei meiner Mam und Pa. Dann am Samstagnachmittag ging die „Party“ weiter.

Ich bin tagsüber immer erst bei meiner Mam, dann fahre ich ins Krankenhaus zu meinem Pa. Samstagnachmittag kam Karl und hat mich abgeholt. Wir sind dann zu Dagmar gefahren, saßen dort eine Weile. Sie hat Nudelsalat gemacht und Frikadellen. Zum vorglühen gab es Rotwein. Auf einmal war es schon 19 Uhr und wir mussten los. Wir wollten nach Mainz in die Eishalle und wollten eigentlich gegen 18 Uhr schon da sein..Trödler halt…

Wir sind also nach Mainz rüber und haben dort erst noch unseren Mainzer Otto abgeholt. Dann ab in die Eishalle. Es hat so Spaß gemacht, wir haben so gelacht. Jeder von uns meinte, er würde nur auf dem Hintern landen. Der einzige, der wirklich geflogen ist, war Karl. Dagmar kam recht schnell wieder rein, sie kann ja eigentlich Schlittschuhlaufen und Otto und ich haben uns nur an der Bande festgekrallt. Aber es war soo lustig, wir haben nur gegröhlt. Zwischen durch haben wir uns einen Glühwein gegönnt – ist ja immer saukalt in so einer Halle. Nach 2 Stunden etwa waren wir durchgefroren und hatten keine wirkliche Lust mehr. Es war aber noch „früh“ – gerade mal 10 Uhr, oder so… Otto hatte die Idee ins Bogarts zu fahren, ist ja auch in Mainz.

Da war ich noch nie und warum nicht. Es war toll im Bogarts..wieder haben wir nur gelacht. Dagmar und ich haben die Boys so unterhalten, daß diese kaum geredet haben. Und wenn, war das für uns wieder ein Anlass vor lachen unter dem Tische zu landen. Es war einfach nur herrlich. Wir waren dort bis um ca. 2 Uhr Nachts.

Um 2 Uhr waren wir aber müde und wollten Heim. Wir haben erst Otto wieder nach Hause gebracht, dann sind wir zu mir gefahren. Karl blieb noch eine Weile und ist dann auch los. Dagmar ist geblieben. Gegen 4/halb 5 sagte ich, ich müsste mich jetzt auch mal hinknallen. Sie war auch müde. Ich gab ihr Kissen und Bettdecke, erklärte ihr meine Fernbedienungen, sagte ihr sie könne sich auch am Kühlschrank bedienen wie sie möchte und habe mich dann ins Bett gelegt. Sie schlief auf der Couch. Meine bequeme Couch, wie sie sagt. Ich lachte und sagte – ja aber schlafe mal da mal ein halbes Jahr drauf. Sie lachte und meinte – ja verstehe. Am nächsten morgen wollte ich wieder zu meiner Mam, dann ins Krankenhaus. Karl wollte um halb 10 da sein. Gegen 10 Uhr rief er an – er hätte verschlafen, er käme aber jetzt. Kein Problem. Als er dann da war, sind wir los. Karl hat erst mich zu meiner Mam gefahren, dann Dagmar nach Hause.

Gegen 16 Uhr war ich wieder daheim und dachte mir, heute würde ich nicht alt. Meine Sis hatte mich nach Hause gefahren, waren ja noch im Krankenhaus. Sie blieb noch eine Weile und ich holte ihr was zu trinken aus der Küche. Ich schaute aus dem Fenster und sah, wie Dagmar im Hof lang gedackelt kam, hinter ihr Karl. Ups was ist denn jetzt los, dachte ich mir und öffnete die Tür. Dagmar begrüßte mich mit einem laut schallenden lachen und ich rief – was geeeeeeht! Sie kamen rein und erzählten mir – ja Karl hat sie nach Hause gebracht..dann habe er sie überredet auf den Flohmarkt zu fahren, dann war es „spät“ und sie entschieden sich nochmal bei mir reinzuschauen. Es war wieder eine lustige Runde und sie erzählten mir ihren Tag. Meine Sis musste leider dann bald los und ich verabschiedete sie. Wir tranken Wein, babbelten und hatten Spaß. Auf einmal war es 8 Uhr abends und Dagmar wollte nun endlich doch Heim. Sie muss arbeiten am Montag und muss um 2 Uhr Nachts dafür aufstehen. Ja kein Problem, dann fährt Karl sie eben wieder Heim. Sie fragten mich beide, ob ich mit käme. Klar – sagte ich – ich muss doch schauen, daß meine Süße auch wirklich zu Hause ankommt. Wir lachten wieder. Wir sind Dagmar nach Hause gefahren und haben uns dann bei ihr erstmal fest gesetzt. Wir haben nur gelacht..mir tat der Bauch weh und meine Stimme war inzwischen nur noch ein heiseres Krächzen. So viel habe ich schon ewig nicht mehr gelacht.

Mitternacht ging uns allen aber die Luft aus. Vorallem Dagmar, sie musste ja um 2 Uhr auf der Arbeit sein…Nachts wohlgemerkt Frühschicht eben, und mit schlafen war dann eh nichts mehr drin. Ich wollte dann aber auch nach Hause und wir freuten uns schon auf´s nächste Wochenende. Karl fuhr mich Heim, kam aber nicht mehr mit rein. Ich zog mich um, legte mich auf die Couch und schlief gleich ein. Mir hat der Schlaf auch gut getan, auch wenn es hier nicht so rauskommt – es war anstrengend, sau lustig wie ewig nicht mehr, es hat so einen Spaß gemacht.

Ich habe gut geschlafen, durch geschlafen. Heute morgen – Montag – ich wusste, jetzt ist der ganze Tag und auch die Nacht wieder knallharte Realität. Ich machte meine Arbeit, meine Kram im Haushalt und fing an zu weinen. Jedesmal wenn ich mit meinem Engel rede, an ihn denke, oder sein Photo anschaue, das bei mir an der Wand zwischen seinen Bildern hängt, muss ich weinen. Der Schmerz sitzt so tief…alle sagen es würde „besser“ werden..aber niemand kann mir sagen wann…. Als ich heute morgen aufgewacht bin, hatte ich ein Lied im Kopf. Ich hatte schon eine Weile nicht mehr daran gedacht, aber kaum das ich meine Augen auf gemacht hatte, schallte dieses Lied in meinem Kopf wie ein Ohrwurm. Es war – David Bowie -Space Oddity…sein Lied auf der Beisetzung…ich sang es laut vor mich hin, denn nur so bekomme ich Ohrwürmer weg…eigentlich…aber es ging nicht weg…nicht so lange, bis ich weinen musste…Ground Control to Major Tom…mein Major Tom fliegt durchs All und hört Ground Control nicht…

Ich weiß nicht… es hört sich vielleicht blöd an… oder ich bilde mir dieses Gefühl auch nur ein…aber als ich heute diesen Song im Kopf hatte, hatte ich stark das Gefühl, das mein Engel mir das in den Kopf gesetzt hat um zu zeigen, daß er da ist. Und während ich dies schreibe, laufen mir die Tränen übers Gesicht. Ich vermisse dich so unendlich mein Engel…

Ich trocknete meine Tränen, hatte das Lied aus dem Kopf und fuhr dann zu meiner Mama….

Bis dann

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