Besuch der Nichten

Die Nacht war einigermaßen gut..ich bin öfter aufgewacht und sah,daß Schatz immer dann ausch schon wach war.Ich fragte ihn, ob er was brauche, was trinken, anders hinlegen. Er sah mich nur an. Ich denke im Nachhinein war er nicht wirklich wach. Gegen 4 Uhr in der Früh bin ich wieder mal wach geworden, dann gegen 5 Uhr..gegen 6 Uhr bin ich dann aufgestanden. Schatz musste mal. Ich war hundemüde, Schatz schlief immer mal wieder ein.

Gegen halb 8 legte ich mich dann auch noch mal neben ihn und schlief ein..so einigermaßen. Gegen 9 Uhr bin ich dann endgültig hoch. Wach werden, dann die morgendlichen Erledigungen machen. Der Vormittag ging schnell rum irgendwie. Ich habe etwas aufgeräumt und mich um Schatz gekümmert. Er hatte viel Durst. In der Apotheke habe ich ein Spray geholt, gegen seine Entzündung im Mund bzw. an der Lippe, auf die er sich immer wieder draufbeisst.

Gegen 13 Uhr klingelte das Telefon. Halbschwester war dran (Halbschwester von Tochter von Bruder) und fragte, ob sie vorbei kommen könnte, und ob sie Tochter von Schwester (von Schatz) mitbringen darf. Natürlich dürften sie vorbei kommen.

Zuerst kam aber Bruder, gegen 15 Uhr. Er hat mir wieder ein Brötchen mitgebracht. Ich müsste mal was essen…ich ernähre mich nur noch von Brot, zwischen Tür und Angel..habe auch keinen Hunger eigentlich..aber essen muss man. Bruder begrüßte Schatz und er freute ich. Dann unterhielten wir uns über alles mögliche. Bruder erzählte viel aus seiner Vergangenheit und was er mit Schatz so erlebt hat.  Bruder konnte heute nicht so lange bleiben, weil er später noch arbeiten muss.

Gegen 17bUhr kamen dann Halbschwester und SchwesterTochter. Zur Überraschung waren auch BruderTochter dabei, und ihr Mann. Ob es ok sei, daß Mann mitgekommen ist. Kurz stutzte ich, aber na klar..komm nur rein, freu mich das du da bist – sagte ich. Also waren alle 3 Nichten von Schatz da. Alle 3 saßen am Bett von Schatz und alle drei hielten seine Hand. Schatz hat sich sehr gefreut und hat viel gelacht, sich Mühe gegeben, Witze gemacht. Immer wieder ging er die Reihe durch und sagte die Namen auf.  Er lächelte. Halbschwester wollte dann daß ich ihr mal unseren Garten zeige, den hätte sie ja noch nie gesehen – war sie auch noch nie bei uns..hat sich nie ergeben, nicht schlimm. Mann kam auch mit. Im Garten sah sie sich erst um und lobte und freute sich, wie tolles doch sei, so einen Garten zu haben. Dann standen wir da zu dritt. Halbschwester hatte Fragen und ich erzählte alles weitere. Sie war in der Altenpflege tätig und kennt sich aus. Sie sagte mir, wie toll sie es findet, daß ich das alles meistere…alleine..es ist schwer..

Als wir wieder reingingen, wollte Schatz dann ein Bier trinken. Eulchen Bier, hatte die SchwesterTochter mit gebracht. Ich machte für jeden eine Flasche auf und wir stießen an. Nach einer Weile musste SchwesterTochter aber gehen, arbeiten. Sie fragte mich, ob es ok ist am Samstag wieder zu kommen. Ich sagte natürlich das sie das könne, Schatz würde sich freuen und ich auch. Wie könnte ich nur NEIN sagen? Mann brachte SchwesterTochter auf die Arbeit und kam dann wieder zurück.

Als ich kurz in der Küche war, kam BruderTochter und Mann auch in die Küche. BruderTochter drückte mich und Mann sagte mir, wie toll ich das mache. Es würden nicht viele machen…vorallem das aushalten, und so liebevoll sein..so geduldig. Ich war kurz den Tränen nah. Ich sagte dann zu BruderTochter, auch den Tränen nahe, sie solle nicht weinen, denn dann müsste ich es auch.

Wir gingen wieder ins Wohnzimmer. Schatz redete viel, das meiste konnte man verstehen. Ich erzählte von unseren gemeinsamen Erlebnissen, unserer Malerei usw und es war sehr lustig. Überhaupt haben wir viel gelacht. Junge Leute halt – die Nichten sind zwischen 24 und 28 Jahre alt. Auch Schatz hat viel gelacht und es war ein richtig schöner Spätnachmittag.

Gegen halb 7 Uhr merkte man, wie Schatz die Kraft verließ. Er nickte weg. Halbschwester erkannte es sofort und schlug den Aufbruch vor. Sie verabschiedeten sich von Schatz. Er will auf jeden Fall alle wieder sehen. Als sie sich von mir verabschiedeten, drückten mich alle feste und boten natürlich an, wenn ich was brauche – solle ich mich melden…und sei es nur um zu quatschen.

Zwischenzeitlich, als die Nichten alle da waren, kam ein Freund vorbei, eine Bestellung abholen. Als ich es ihm sagte, fing er an zu weinen und sagte: Nein, nicht *sein Name* (Von Schatz). Traurig und erschütter ging er dann- Später kam noch ein anderer Freund vorbei und er sagte, daß er sich das schon gedacht hatte..aber es jetzt so zu hören ist schon was anderes…

Jetzt wissen es fast alle…eine ganz enger Freund noch und eine Freundin von uns…die beiden sind hochsensibel..wie soll ich es ihnen nur sagen…aber es muss raus..gut ist vielleicht, dasß ich heute ein Bier getrunken habe..etwas „Mut antrinken“…wenns hilft..

Bis dann

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