OP gut verlaufen

aber nichts anderes habe ich auch erwartet. Die machen das ja schließlich nicht zum ersten mal.

Von 16 bis 19 Uhr ist Besuchszeit und nach dem ich geklingelt hatte, in den Vorraum eintrat und dort dann erstmal gewartet habe, konnte ich um halb 5 Uhr dann zu meinem Schatz. Er war um 16 Uhr noch auf der Wachstation.
Er war sehr benommen, von der OP noch und hatte Schmerzen hinten am Kopf. Klar – da haben sie ja auch operiert und da liegt man halt auch drauf, wenn man liegt. Die Schwester kam und hat ihm Schmerzmittel gespritzt in die Braunüle und wenige Minuten später waren die Schmerzen erstmal gebändigt.

Sehr benommen und schläfrig lag er dann da. Aber es geht ihm soweit gut, die OP ist gut verlaufen. Die OP hat ca. 7 Stunden gedauert und soweit ich weiß bzw mal annehme, haben die Chirurgen die Geschwulst erfolgreich entfernt.
Sein Tank, also dieser Kasten war auch wieder dran und mittlerweile ist das Blutplasma (Wasser) sehr hell und in der Zeit, in der ich bei ihm war, sind etwa 200 ml eingelaufen.

Er dämmerte vor sich hin und ich habe seine Hand gehalten und über seine Hand gestreichelt. Wenn er aufgewacht ist bzw seine Augen geöffnet hat, habe ich ihn angelächelt. Er lächtelte dann zurück und drückte meine Hand. Irgendwann wurde er wacher und hatte Durst. Er fragte die Schwester, ob er was zu trinken haben dürfte. Sie schaute im PC was nach und sah keinen Grund warum er nichts trinken dürfte. Sie brachte eine Tasse mit Wasser und Strohhalm und er trank ein paar Schlucke.

Ein wenig aufgeregt beobachtete ich ihn und sah, dass er das Wasser nicht wieder erbrochen hatte. Er meinte zwar mal kurz, ihm sei kotz übel, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Ihm sei schon noch schlecht – aber KEIN Vegleich zu gestern! Eine halbe Stunden später kam eine andere Schwester und schaute ihm mit einem Licht in die Augen – alles in Ordung.
Sie gab ihm Kaliumtabletten, denn sein Kalium war schon vor der OP zu niedrig.

Sie meinte, er soll versuchen die Tabletten zu schlucken und wenn er sie aber wieder erbricht, müssen sie einen Halszugang legen.
Er nahm die Tabletten und er behielt sie bei sich! Das hat mich gefreut. Die Ärzte sagten ja bereits, dass wenn die Raumforderung weg ist, ist es auch sehr rasch mit der Übelkeit vorbei. Ich war so froh, dass DAS wenigstens schon mal eine tolle Nachricht ist.

Zwischenzeitlich ist er immer mal wieder eingeschlafen. Alle halbe Stunde kam eine Schwester und einmal 2 Ärzte. Die machten kleine Tests mit ihm, wie zB –>

Kopf drehen, Beine anheben und der eine Arzt hat seine Hände ca. einen halben Meter vom Kopf entfernt, seitlich gehalten und fragte Schatz ob der die Hände sehen würde. Das periphere Sehen klappt auch. Auch sonst hat er keine Sehstörungen, auch mit dem Gehör ist alles gut…kein Rauschen oder ähnliches.

Die Schwestern, die alle halbe Stunde reinkamen, haben ihm immer mit einem Licht in die Augen gestrahlt um zu sehen wie die Pupillen reagieren. Alles Bestens.

So gegen 18 Uhr, liefen auf dem Gang der „Spezialist“ für Lungentumoren und sein Kollege vorbei. Als sie Schatz sahen, sind sie kurz rein und der Spezialist fragte: „Da ist er ja unser Indianer. Na wie geht es denn. Alles gut?“ Wir frotzelten ein wenig über das Rauchen und der Spezialist „jammerte“ darüber und scherzte, dass ja sein Sohn rauchen würde und er das ganz furchtbar fände.
Der Kollege vom Spezialist sagte zu mir, dass mein Mann vor der OP große Angst hatte. Ich nickte und meinte, es ist ja auch für uns eine große Sache am Gehirn operiert zu werden. Der Kollege lächelte und nickte verständnisvoll.

Dann sind die beiden auch schon wieder weiter gehuscht, sie waren nicht wegen Schatz da. Ich fand es aber symphatisch, dass der Spezialist mal kurz ins Zimmer kam.

Morgen soll er wieder auf die normale Station kommen. Dann mal sehen wie es weiter geht.

Um 19 Uhr bin ich dann los und Schatz „tröstete“ mich mit den Worten, dass er ja hier in guten Händen sei. Das weiß ich. Ich küsste ihn zum Abschied und streichelte ihm über seine Wange. Freu mich dich morgen zu sehen, sagte ich noch.

Sein Puls war immer so zwischen 70 und 85 – völlig normal.
Durch den Sauertstoff, den er bekommt, war auch die Sättigung bei 98/99 – auch super
Nur der Blutdruck war etwas zu hoch. Liegt wahrscheinlich daran, das er durch sein ständiges Erbrechen seine Blutdrucktabletten seit einigen Tage nicht nehmen konnte.
Der Blutdruck schwankte immer so zwischen 150/60 – 165/66 etwa…morgen früh wird er die Tabletten aber wieder nehmen und dann geht auch der Blutdruck wieder runter.

Bis dann

2 Gedanken zu “OP gut verlaufen

  1. Liebe Veronika,aus diesen ganzen Worten die heute hier lese empfinde ich nur Gutes.Die Werte –der Besuch der Ärzte–Dein Empfinden–alles ind allem wunderbar.Und ich habe das leise Gefühl–ich sag erst mal -leise– das alles gut wird.Der Knoten ist geplatzt.Mit Wunderbar freudigen Gruß an Dich, Pamela.

    P.S. heute haben wir Hochzeitstag,den 38igsten.

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    • Ja – es ist auch gut. Alles gut gelaufen und ihm geht es sehr viel besser 🙂

      Glückwunsch zu eurem Hochzeitstag (nachträglich) und ich wünsche euch noch viele wunderbare Hochzeitstage 🙂

      Gruß
      Apfelbacke

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