Nachruf für unseren besten Freund

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum – von vielen Blättern eines.

Dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.

Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unsrem Leben.

Drum wird dies eine Blatt allein – uns im Leben immer wieder fehlen.

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Du warst im Leben oft kein Engel, hast dir liebe Menschen böse verletzt. Aber die andere Seite von dir wiegt viel mehr. Wir alle haben eine dunkle Seite und haben auch „Fehler“…aber die Summe im Ganzen macht uns Menschen aus.

Du warst immer hilfsbereit – wenn man dich brauchte, warst du da.
Du warst der Spaß-Garant, hattest einen wunderbaren Sinn für Humor, auch wenn dir manchmal gar nicht danach zumute war.

Wir kannten auch dein anderes Gesicht. Das verzweifelte, hoffnungslose Bild das du von dir selbst hattest.
Wir danken dir dafür, das du uns als Kraftquelle angenommen hast und einen Ruhepol bei uns fandest.

Das war auch nicht selbstverständlich.

7 Jahre waren wir ein Paar, und hatten schöne Zeiten. Doch wir waren nicht für einander bestimmt und haben uns beide viel Leid angetan.

Über die Jahre haben wir uns wieder angenähert. Selbst deinen Segen haben wir bekommen.

Als Freunde die einander schätzen und zusammen lachen konnten, sind WIR 3 über die Jahre einfach unzertrennlich geworden.

Egal ob gemütliches zusammen sitzen, oder die Events wie Geburtstage, Kranzplatz, Weinfest und Co….

Der erste Gedanke, ob bei Horsti oder mir war immer : Und Norbert? hast du ihm schon bescheid gesagt?
Wir waren einfach ein 3er Gespann das unschlagbar war. Wir waren witzig, frech, unterhaltsam auch für andere.

Nun wurdest du aus unserer Mitte gerissen und hinterlässt eine Wunde die nicht zu heilen scheint.
Sicherlich wird diese Wunde sich bald schließen, aber das 3er Gespann ist mit dir gestorben.

Horsti und du – ihr kanntet euch 28 Jahre, ich kannte dich 15 Jahre…diese Lücke kann einfach nicht geschlossen werden. Niemand kann und wird in deine Fußstapfen treten.

Es hört sich vielleicht egoistisch an, aber es ist einfach schrecklich das wir diesen Spaß nicht mehr erleben dürfen mit dir.

Aber das du so schnell gegangen bist, erfüllt uns auch mit Freude und auch Loslösung von den Sorgen die wir um dich hatten.
Du musst dich nicht mehr quälen, bist nicht mehr alleine mit deinen Gedanken, hast keine Schmerzen mehr und kannst alles hinter dir lassen und hast dem Krebs ein Schnippchen geschlagen. Du hast ihm nicht erlaubt dich noch weiter zu quälen.

Ich schaue hinüber zur Couch und sehe dich auf der Couch sitzen. Ich höre dich lachen. Wenn ich vom einkaufen komme, sehe ich dich an der Bushaltestelle stehen.
Selbst Horsti schaut als erstes auf „deinen“ Platz wenn er von draussen rein kommt.

Wenn wir die Haustür zuschlagen hören, halten wir kurz inne – aber dein typisches und unverwechselbares Anklopfen an der Wohnungstür hören wir nicht….

Diese Bilder werden auch bald verblassen, was bleibt sind die Erinnerungen – und die bewahren wir uns.

Horst und ich geben uns gegenseitig Kraft und Halt, sonst würden wir es nicht aushalten.

Mein Opa, Horstis Mutter, unsere gemeinsamen Freunde Uwe und Reinhold letztes Jahr,

und nun du….

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Bitte seid nicht böse, das ich die Kommentare abgeschaltet habe für diesen Eintrag. Der Eintrag dient nur mir.

Ich weiß aber eure tröstenden und lieben Worte zu schätzen und Danke auch dafür…

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